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Wienhausen "Eimerlei" und Kunst im Flotwedel
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen "Eimerlei" und Kunst im Flotwedel
17:18 06.06.2016
Hingucker wie die Eimnerleuchte „Eimerlei“ wechselten sich bei Flotart ab mit Gemälden und Poetry Slam. Es war für jeden Besucher etwas dabei bei der Aktion in der Samtgemeinde Flotwedel. Quelle: Alex Sorokin (3)
Wienhausen

Die Samtgemeinde Flotwedel wurde am vergangenen Wochenende selbst zu einem weiträumigen gesamtkünstlerischen Ausstellungsort. Von Wienhausen bis Nienhof spielten Hofstellen, Privat- und Geschäftshäuser Gastgeber für Kunstschaffende und ihre Werke und öffneten ihre Türen und Tore für alle, die Lust zum Schauen, Verweilen und Weiterwandern hatten.

Einer der Höhepunkte des diesjährigen FlotArt-Festivals war sicherlich der Poetry-Slam „Von Platt-Schnackern und Schnellsprechern“ am Samstagabend vor der Trödelscheune in Bröckel. Aber auch drumherum gab es viel zu entdecken und zu erleben. Zwischen Kunst und Musik lockte selbstgebackener Kuchen oder eine Wurst vom Grill, eine Tasse Kaffee oder Erfrischenderes die Kulturwanderer. Die waren per Auto oder Fahrrad von „Kunstraum“ zu „Kunstraum“ unterwegs, selbst in die entlegeneren Orte, weitab von den vielbefahrenen Trassen.

Das Wetter meinte es gut mit den Ausstellern – vielleicht sogar ein bisschen zu gut – wie Jens-Christian Schulze, einer der ehrenamtlichen Organisatoren von FlotArt, mutmaßte. „So viel Sommer und Sonne lockte eben doch einige nur ins Schwimmbad oder den eigenen Garten.“ Der „Rest“ aber ließ sich eine kulturelle Rundfahrt durchs Flotwedel nicht nehmen.

Zu entdecken gab es viel: Malereien und Collagen – von naturistisch bis abstrakt – zierten Stall- und Innenwände. Skulpturen – von den kecken „Sternguckern“ von Toby Wichmann bis hin zu kurvigen Formen von Eike Geetz – ließen sich bewundernd umrunden. Dazwischen Hingucker zum Zugucken – etwa die Eimerleuchte „Eimerlei“ von Karola Uhde oder Drechselkunst von Eckhard Döring. Hin und wieder plätscherte ein Wasserspiel – etwa aus den Stadtsteinblöcken von Andreas Textores. Über-Irdenes boten die gut vertretenden Töpfer- und Keramikmeister und -meisterinnen zum Anschauen und zum Verkauf – vom Kindergeschirr über Figürliches für Haus und Hof bis hin zu Riesenperlen-Spießen fürs Blumenbeet. Textile Handwerkskunst – Kleidung, Webereien, Spielzeug, Taschen – wetteiferte mit Kunst aus und auf Papier.

Dazwischen gab es immer wieder Kunstwerke aus der ganzen Palette von Goldschmiedekunst und Perlenknüpferei zu sehen – puristisch, wertvoll, witzig und kunterbunt, für jeden Geschmack künftiger Trägerinnen das Richtige dabei.

Zwischen Ständen und Kunsträumen standen Bänke unter Bäumen und Schirmen zum Rasten und Pausemachen bereit. Manchenorts bot der Trip zur Kunst auch durchaus vielfältig Kulinarisches.

Und auch der Hörgenuss kam nicht zu kurz. Für die Kleinen gab‘s Märchenfeen und Murmelbahnen – neben allerlei Kinderbelustigung – für die Großen Comedy, Musik und Gesang: eine rundum gelungene Veranstaltung und ein Spaß für alle, die sich auf die Rundreise gemacht haben.

Von Doris Hennies