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Wienhausen Ein Quell entspringt der Blutbuche im Klosterpark Wienhausen
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18:29 12.01.2017
Wienhausen

Bei den Minusgraden war die aus der Buche austretende Flüssigkeit gefroren. Der Wienhäuser vermutete, dass der Stamm im Innern bereits stark geschädigt sei und wohl in absehbarer Zeit gefällt werden müsse. Er wies auf mögliche Gefahren hin.

„Das muss beobachtet werden“, ist die erste Reaktion von Äbtissin Renate von Randow. Sie war auf das Phänomen noch nicht aufmerksam geworden und versprach, einen Baumexperten zu Rate zu ziehen. Vielleicht sei es Wasser, das bei dem letzten Regen in den Baum eingedrungen sei und sich jetzt den Weg ins Freie suche.

Zwei Mal im Jahr werden die Bäume im sieben Hektar großen Klosterpark nach Angaben der Äbtissin begutachtet, einmal im Winter ohne Laub und einmal im Frühjahr mit Laub. Einen entsprechenden Betreuungsvertrag gibt es mit den Niedersächsischen Landesforsten.

„Die Buche ist einfach alt“, sagt von Randow. Das verrät auch das Schild, das der Baum trägt. „Blutbuche – Fagus Sylvatica – 150 Jahre“, steht dort. Die aktuelle Altersangabe ist das aber nicht, denn der Stamm trägt das Schild bereits seit 15 Jahren, der Lionsclub hat es mal befestigt.

Wenn der Baum gefällt werden müsste, täte es ihr leid, denn es sei ihr Lieblingsbaum, sagt die Äbtissin. Sie ist aber gegen eine Betonfüllung, mit der der Baum eventuell stabilisiert werden könnte. „Jeder Baum hat das Recht zu sterben“, sagt die Äbtissin. (jg)

Von Joachim Gries