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Wienhausen Eine Quint-Essenz von Natur
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Eine Quint-Essenz von Natur
18:05 23.11.2018
Bild von Wolfgang Börries Roggemann Quelle: Doris Hennies
Wienhausen

„Das Ergebnis des Malprozesses ist wie im Leben – eine Mischung aus Freude, Gefühl, bewusster Planung und dem willkommenen Zufall“ – so erklärte Freya M. Kern-Kuttner zur Begrüßung den Titel der neuen Ausstellung „Roter Mond – schwarzer Schnee“ der Künstlergruppe QuintArt in Wienhausen. Es ist ein Versuch, das Unvorhersehbare, Überraschende, diesen einen Moment einzufangen und festzuhalten – zwischen Realismus und Abstraktion –, den die fünf Mitglieder (daher die „Quint“) auf Leinwand bannen und in Worte fassen möchten. Das Ergebnis, das seit dem Wochenende im Kulturhaus an der Mühlenstraße präsentiert wird, ist ebenso vielfältig wie farbintensiv und aussagekräftig.

„Wir verstehen uns gut"

Seit elf Jahren tauschen sich die drei Frauen und zwei Männer in der von ihnen gegründeten Gruppe QuintArt intensiv über ihre Arbeiten aus und organisieren gemeinsame Ausstellungen. „Wir verstehen uns gut – das ist natürlich wichtig. So wachsen wir jeder für sich und miteinander, sind Ratgeber und Kritiker, wenn gewünscht, und profitieren gegenseitig von den Stärken der anderen“, so die Sprecherin der Gruppe. „Es macht gemeinsam einfach mehr Spaß – und wir teilen uns die Arbeit, die so eine Präsentation im Vorfeld macht.“

Es liegt etwas in der Luft

Gezeigt werden vor allem Landschaften in unterschiedlichen Perspektiven und Techniken – von realitätsnah bis hin zur fast abstrakten Reduktion auf das Wesentliche. So will Freya M. Kern-Kuttner „Natur nicht reproduziert, sondern nach eigenem Empfinden interpretiert wiedergeben – Momentaufnahmen von Stimmungen, flüchtige Augenblicke von Licht und Schatten“. Tatsächlich scheint der Himmel in ihren Bildern stets besonders betont – stets liegt etwas in der Luft, bedeutungsschwanger, aufgeladen, farbintensiv: schwarzblaue Gewitterwolken, giftig-violette Abenddämmerung …

Zu Phantasien und Gedanken verführen ...

Auch Regine Hünemund versucht, hinter das deutlich Sichtbare zu sehen, „eine andere, weitere Facette dem Betrachter zu eröffnen“. Ihre Horizonte sind lichtdurchflutete Prismen, aufstrebend, sich in mystischem Nebel verlierend. In dieser, ihrer Form des „Durchscheinenden“ nähert sie sich den Vorstellungen, die ihre Kollegin Birgit Reichl artikuliert, wenn sie von ihren Arbeiten spricht: „Ich möchte mit meinem Bildern inspirieren, zu Phantasien und Gedanken verführen.“ Dafür hat sie sich – neben klassischen Techniken wie Acyrl- und Ölmalerei – der Enkaustik-Malerei (dem Gestalten mit heißem Bienenwachs und Farbe) verschrieben: Landschaften und Gesichter in pastellfarbener Transparenz.

Felsgestein, Schluchten und Täler

Deutlich bodenständiger sind die Werke von Siegfried Schubert – von realistischen Stillleben mit Obst über expressionistische Kreidezeichnungen trauter Heimatansichten bis zum weiteren Schritt, doch schon deutlich reduzierter – etwa in seinem Bild „Würmersee“. Als Meister des Grenzgangs zwischen noch erkennbar und abstrakt zeigt sich Wolfgang Börries Roggemann. „Ich versuche durch bewusstes Weglassen das Augenmerk auf das Wesentlichste, also auch auf die Stimmung, zu setzen.“ Grobe Striche und Spachtelungen geben Textur – schroffes Felsgestein, Schluchten und Täler in scheinbar surrealen Farben, die trotzdem Sinn ergeben: Kontraste in Schwarz, Weiß, leuchtendem Orange oder sanftes Übergleiten in helles Pastell … in jedem Falle präsent, ja dominant und eindrucksvoll.

Von Doris Hennies

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