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Wienhausen Fünf Bands rocken die Bühne des Bockpalasts
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18:04 24.07.2017
Grey Moray aus Celle sind der Headliner beim Bockpalast. Quelle: Veranstalter
Bockelskamp

"Wir erwarten wie in den Vorjahren rund 1500 Besucher", sagt Christoph Fricke, einer der Aktiven der ersten Stunde. Rund 20 Männer und Frauen, die meisten um die 50 Jahre alt, organisieren das alljährliche Musikevent.

Als erste Band auf der Hauptbühne wird Amy Baker den Boden für die Partynacht bereiten. Präsentiert wird eine wilde Mischung aus Punkrock-Coverversionen von Pop-, Rock-, Dancefloor und Jukebox-Classics der vergangenen fünf Jahrzehnte. Drei Viertel der Band bestehen aus Ex-Mitgliedern der Weltenretter, die 2009 beim Bockpalast gastierten.

Danach kommt erstmals in Bockelskamp klassischer Funk and Soul zum Zuge: New SoulGeneration ist eine junge Band des Kultbahnhofs in Gifhorn, deren Programm durch den Funk, Soul und Rock'n'Roll der 60er- bis 80er-Jahre führt. "Das wird ein fantastisches Hörerlebnis", sagt Fricke, der die Band zuvor bei Proben besucht hatte. "Wir wollen bewusst eine bunte Mischung aus Musikrichtungen." Der Kultbahnhof ist als Kreativ-Raum sowohl Musikschule als auch Veranstaltungszentrum. Und New SoulGeneration entstammt diesem Dunstkreis. Zu hören sind Songs unter anderem von Mother's Finest, Patti LaBelle, Prince, Stevie Wonder und James Brown.

Und dann wird es international: Black Magic Six aus Finnland lässt es sich nicht nehmen, ein zweites Mal nach Bockelskamp zu kommen. Wieder werden sich die Musiker Taskinen und Japa die Seele aus dem Leib spielen und tanzbare Musik fernab des Mainstreams bieten. Experten sprechen von einem durch den Dreck gezogenen Gitarrensound und einer rauen Stimme, verpackt in einem Gemisch aus Rockabilly und Punk'n'Roll.

Der Headliner Grey Moray – zu deutsch Graue Muräne – kommt dann so richtig bissig daher. Der Sound der Celler aus fuzzigen, geboosteten Gitarren und schwerem Bass in Kombination mit rasierklingenscharfen Vocals und nicht enden wollenden Schlagzeug-Sintfluten soll die Fans von Stoner-Rock und Sludge-Metal in die Tiefe ziehen, ins Reich der Muräne. Grey Moray wurde 2015 von Musikern gegründet, die bereits bei Dynamite Roadkill oder Fire In Fairyland viele Erfahrungen sammeln konnten.

Auch in den Umbaupausen wird keine Langeweile aufkommen: Unter anderem mit Eigenkompositionen und kreativen Klassiker-Versionen verkündet Pickup The Harp aus Karlsruhe den Blues. Eine treibende Slidegitarre, rhythmische, aber auch gefühlvolle Bluesharp-Soli, ein unglaubliches Piano und die schon fast "schwarze" Stimme des Sängers formen den ursprünglichen, rauen Charakter des Sounds. Aber Pickup The Harp präsentiert sein Programm nicht wie andere Bands – mehr verraten die Veranstalter nicht. Der Eintritt zum Open Air ist frei.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt