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Wienhausen Hallenboden in Wienhausen löst sich auf
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Hallenboden in Wienhausen löst sich auf
22:36 18.09.2013
Wolfgang Kamlah zeigt auf die Schäden im Hallenboden der Turnhalle Wienhausen.  Quelle: Alex Sorokin
Wienhausen

Wienhausens Sportler müssen zurzeit auf die Turnhalle verzichten - wie lange dieser Zustand andauern wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Grund für die Sperrung sind Spielfeldmarkierungen im PVC-Belag, die sich vom Untergrund ablösen. Außerdem weist der Hallenboden Dellen auf. „Wir setzen alles dran, dass noch in den Herbstferien etwas passiert“, sagte gestern Flotwedels Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf.

Nur der Sportunterricht der Grundschule findet zurzeit in der Halle statt. Möglich ist das, weil der Hausmeister die losen Bodenbelagteile mit sogenanntem Panzerband fixiert hat und nach jeder Nutzung kontrolliert und gegebenenfalls nachklebt. Die Schweißnähte zwischen den PVC-Teilen sind nach Angaben vom Diplom-Ingenieur Wolfgang Kamlah vom Bauamt im Wienhäuser Rathaus das Problem. Der Belag sei geschrumpft, dadurch seien die Nähte aufgerissen und könnten auch nicht nachgeschweißt werden.

Doch damit nicht genug. Der Schwingboden der 1964 gebauten Halle sei ziemlich weich, deshalb sei nicht auszuschließen, dass die Holzkonstruktion unter dem Belag eventuell gebrochen sei. Dazu habe vielleicht auch der schwere Mattenwagen mit relativ kleinen Rollen beigetragen. „Wir haben Bedenken, dass mal jemand durch den Boden tritt“, sagt Kamlah. Deshalb dürfen zurzeit nur die leichtgewichtigen Grundschüler die Halle nutzen.

Pohndorf hatte in der jüngsten Sitzung des Rates der Samtgemeinde über die Hallensperrung informiert. Es seien mehrere Firmen kontaktiert worden, ein erstes Angebot zur Sanierung des Hallenbodens über 40.000 Euro liege vor. Dass noch vor den Herbstferien mit einer Änderung zu rechnen sei, bezweifle er. Die Firmen würden Termine knapp vor Weihnachten in Aussicht stellen, hatte sein allgemeiner Vertreter Hans-Hermann Schulz in der Ratssitzung ergänzt.

Pohndorf strebt gleichwohl an, dass die Arbeiten noch in den Herbstferien beginnen. Sollten sie erst in der Woche nach den Ferien abgeschlossen sein, wäre das allemal besser als die Vorweihnachtszeit. Finanziell sollte die Sanierung im Haushalt der Samtgemeinde nach seinen Worten kein Problem sein. Über Deckungskreise sollte das Geld aufzubringen sein. „Eventuell müssen wir auch etwas anderes zurückstellen“, sagt der Verwaltungschef. Trotz der Dellen im Boden habe man über lange Jahre Glück gehabt.

Joachim Gries

Von Joachim Gries