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Wienhausen Junge Medaillenträger und rüstige Rentner
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16:14 26.10.2018
Postbotin ist sie nicht: Katja Wiedenroth von der Bäckerei Grobe aus Langlingen bringt frische Backwaren nach Nordburg. Quelle: Kirsten Glatzer
Nordburg

Am Freitagmorgen um halb zehn scheint der Ort bei leichtem Nieselregen wie ausgestorben – aber nur auf den ersten Blick. Auf dem Spargelhof Santelmann zum Beispiel ist man fleißig. Die Spargelsaison ist längst vorüber, aber zu tun gibt es dennoch genug. Heute steht unter anderem das Untermulchen des Spargelkrauts auf dem Programm. Keine Zeit also für Lehrling Nils Könecke, sich auf den Lorbeeren des Vortages auszuruhen, wo er beim Leistungspflügen den dritten Platz belegte. Tjark Flasche, Azubi auf dem Nachbarhof von Gustav Bunkenburg, erpflügte sogar die „Silbermedaille“ – und das alles unter den kritischen Blicken der Prüfer, zu denen auch Markus Santelmann gehört. Die drei posieren noch schnell für ein Foto, ehe es wieder an die Arbeit geht.

Viel zu tun hat auch Erich Hoffmann. Er lebt mit seiner Frau auf dem Hof in der Burgstraße 8, sozusagen an Nordburgs Hauptstraße. Um auf den Ortsfriedhof zu gelangen, muss man den Hof der Eheleute überqueren. Nun ist der 90-Jährige also dabei, das Laub in der Zufahrt zusammenzuharken. „Damit es hier ordentlich aussieht.“ Das Landleben scheint ihn jung zu halten. Er fährt auch noch Fahrrad, erzählt Hoffmann stolz, ist hin und wieder sogar mit dem Auto unterwegs. „Aber nur in Wienhausen oder Langlingen zum Einkaufen. In die Stadt fahre ich nicht mehr“, erklärt der Rentner.

Weiter geht’s in das Nordburger Wochenendgebiet. Dort leben gut drei Mal so viel Menschen wie in dem Ursprungsort. Hans-Heinrich Kohlmeyer ist einer von ihnen. 20 Jahre war er Dauercamper in Nordburg, seit weiteren 20 Jahren hat er nun seinen Wohnsitz im Wochenendgebiet. „Schon auf dem Campingplatz gefiel es mir gut. Dann kamen meine Frau und ich auf den Hund und haben uns hier ein Haus gekauft.“

Laut hupend nähert sich ein leuchtend gelber Transporter. Die Post? Nein, es ist Katja Wiedenroth, die für die Bäckerei Grobe aus Langlingen unterwegs ist, um die Nordburger mit frischen Backwaren zu versorgen. „Da es hier keinen Laden gibt, freuen sich die Leute über diesen Service. Und mir macht’s Spaß!“ Seit einem Jahr ist sie als „Backwarenbotin“ unterwegs. „Nachdem ich einige Male mitgefahren war, kannte ich mich hier aus“, erzählt sie schmunzelnd. Das Verkehrsnetz ist im Wochenendgebiet auch etwas kniffliger als in Nordburg selbst, wo es ja eigentlich nur eine Straße gibt.

Der Hund, mit dem Hans-Heinrich Kohlmeyer unterwegs ist, ist übrigens schon der dritte seit jener Zeit, als er hierher gezogen ist. Tierische Gesellschaft hat auch Fred Hoffmann – nicht verwandt mit Erich Hoffmann –, Ex-Berliner und inzwischen ebenfalls schon lange im Wochenendgebiet sesshaft. Es ist eine Katze aus der Nachbarschaft, „Sieben“ genannt, weil sie die siebte Katze ist, die sich bei ihm und seiner Frau zeitweise einmietet. „Die kommt morgens, schläft ein paar Stunden und haut nachmittags wieder ab“, erklärt Hoffmann, während er Laub und Tannennadeln zusammenharkt. Das scheint ja jung und fit zu halten, wie man an Erich Hoffmann sehen kann.

Von Kirsten Glatzer

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