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Wienhausen Klostermuseum Wienhausen nach kompletter Neugestaltung wieder geöffnet
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10:45 22.06.2018
Äbtissin Renate von Randow freut sich während der Einweihung des neuen Klostermuseums über die neue Präsentationder Wienhäuser Klosterschätze. Quelle: David Borghoff (3)
Wienhausen

Ein Höhepunkt der Präsentation sind die ältesten erhaltenen Brillen der Welt, die aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen. Sie sind, gemeinsam mit vielen anderen kirchlichen und weltlichen Gegenständen, unter den Titel „Fund aus dem Nonnenchor“ bekannt.

Das vorherige Konzept stammte aus dem Jahr 1994 und galt als nicht mehr zeitgemäß, sowohl in der Technik als auch vom Ansatz der Wissensvermittlung. Bei der Fülle der Exponate sei deren Einzigartigkeit nicht deutlich geworden, erklärt Katja Hennig. Die Architektin in der Bauabteilung der Klosterkammer hat das Projekt geleitet, das 2014 mit ersten Ideen begann.

Die Neugestaltung war auch ein Anliegen des Konvents: „Wir wollen nicht nur das Mittelalter transportieren, sondern auch unser heutiges Leben“, sagt Äbtissin Renate von Randow. Während und nach den Führungen durch das Kloster erkundigten sich Besucher immer wieder nach Nonnen, der täglichen Arbeit und den Kosten. Fragen, die nun im Museum ebenso anschaulich beantwortet werden wie der Wandel im Klosterleben.

Das neue Konzept beinhaltet zwei Ausstellungsbereiche: An drei Seiten des 70 Quadratmeter großen Raumes stehen Tische mit den sogenannten „Basisinfos“ zum Kloster. Dazu gehören auch zwei Filme von drei und dreieinhalb Minuten Länge.

Im Zentrum des Raumes befindet sich die Mittelvitrine mit den Funden aus dem Nonnenchor. Laut Dr. Jörg Richter sind 140 Einzelstücke zu sehen. Der Kunsthistoriker der Klosterkammer Hannover hat die Neukonzeption in das Bestehende eingefügt.

Das kleine Klostermuseum sei ein Zusatzangebot, das die Kunstschätze des gesamten Klosters in einen Zusammenhang stelle und dabei die unterschiedlichen Interessen und Kenntnisse der Besuchergruppen berücksichtige, erläutert Richter.

Die bisherige Audioführung durch das Museum gibt es nun nicht mehr. Wer mehr über die einzelnen Exponate in der Mittelvitrine wissen möchte, kann dies in einem sogenannten Handout nachlesen.

So ganz ist das neue Klostermuseum aber doch noch nicht komplett, denn einige Stücke sind nur Drucke in Originalgröße. Sie sind Platzhalter für Exponate, die gerade als Leihgaben in der großen Landesausstellung zum 200. Bestehen der Klosterkammer Hannover zu sehen sind. Die Klosterkammer hat auch den überwiegenden Anteil der Kosten von 155000 Euro getragen. Sie ist eine Sonderbehörde des Landes Niedersachsen, die ehemals klösterliches Vermögen in mehreren Stiftungen verwaltet.

Von Martina Rolfs

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