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Wienhausen Kochshow im Kloster Wienhausen
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Kochshow im Kloster Wienhausen
10:01 12.07.2018
Von Christian Link
Quelle: Christian Link
Wienhausen

Die NDR-"Klosterküche" ist eine Kochshow, die sich nicht nur ums Essen dreht. "Es geht auch darum, die Klöster in Norddeutschland vorzustellen", verrät Regisseur Cornelius Kob das Prinzip der Sendung, "und im besten Fall gelingt es uns, diese beiden Teile zu einem zusammenzuschmelzen." Nach zwei Staffeln mit mehr als 20 Folgen ist nun auch das einstige Zisterzienser-Kloster Wienhausen an der Reihe.

Das Gesicht der Sendung ist Moderatorin Annette Behnken, die beim "Wort zum Sonntag" in der ARD üblicherweise vor einem Millionenpublikum auftritt. Ihre NDR-Serie, die am seit 2015 am Sonntagnachmittag läuft, erreicht bis zu 200.000 Zuschauer. "Auf diesem bescheidenen Sendeplatz hat das noch keine andere Sendung geschafft", lobt Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas.

Billias ist ein Fan der NDR-Reihe, die von der Klosterkammer mittlerweile mit 200.000 Euro mitfinanziert wurde. Schlösser, Burgen oder Innenstädte würden in den dritten Programmen zwar rauf und runter gezeigt werden – die nicht weniger interessanten und historischen Klöster gebe es aber nur beim Norddeutschen Rundfunk zu sehen. Zumindest bisher. Auch andere Sendeanstalten hätten bereits Interesse an dem Format bekundet.

Für die Dreharbeiten in Wienhausen baute der NDR extra eine Küche in der Krankendiele des Klosters auf. "Es sieht aber total organisch aus und könnte da stehen bleiben", sagt Äbtissin Renate von Randow. Die Klostervorsteherin taucht in der Sendung natürlich auf – genauso wie Hausmeister Edward Renouf und Restaurator Max von Boeselager. Neben Behnken stehen die beiden Konventualinnen Bärbel Horn und Helene Behrens am Herd. Auf dem Speiseplan stehen unter anderem Rehmedaillons aus dem Klosterwald mit Bohnen, "Heideperle"-Rosmarinkartoffeln und Pumpernickel.

Das Gespräch dreht sich um Biografisches und das Klosterleben in Wienhausen. "Die Lebenswege der Klosterbewohner sind immer wieder faszinierend", sagt die frühere Pastorin Behnken und erzählt: "Bei Frau Behrens ist mir gleich aufgefallen, wie schön sie das R rollt, und da musste ich sie natürlich gleich fragen, warum sie das tut." Die Erklärung dafür gibt es aber erst im Fernsehen zu sehen.

Die Ausstrahlung der beiden Folgen werden die Klosterfrauen gemeinsam vorm Riesenfernseher in der Bibliothek verfolgen, sagt von Randow. Hier hatten die Bewohnerinnen auch schon alte Folgen der "Klosterküche" in der NDR-Mediathek geschaut, um sich auf die Dreharbeiten vorzubereiten. Normalerweise ist Fernsehen im Kloster aber nichts Besonderes. "Wir sind total normal, jeder hat seinen eigenen Haushalt und fast alle haben einen Fernseher", sagt die Äbtissin. Nur eine Bewohnerin lebt ohne "Glotze" im Kloster. Von Randow: "Die GEZ kann das gar nicht glauben, die kommen immer wieder vorbei, um das zu kontrollieren."

Andachtsbilder, die in der Vitrine zu schweben scheinen und in kräftigen Farben ausdrucksstark strahlen, obwohl der Raum aus konservatorischen Gründen nur eine Beleuchtung von 50 Lux hat, vergleichbar einer Stehlampe. Das zeichnet das Klostermuseum aus, das nach einer kompletten Neugestaltung nun wieder für Besucher geöffnet ist.

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