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Wienhausen Komik vor Fachwerk-Kulisse
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11:31 24.05.2018
Boten feinsinnigen Humor in Wienhausen: Armin Köstler, Tanja Kübler und Johann Schibli (von links)im Stück „Das Abschiedsdinner“ der Landpartie des Celler Schlosstheaters. Quelle: David Borghoff
Wienhausen

Aber der Reihe nach. Arbeit, Hobbys, Freunde und Familie: Das alles unter einen Hut zu bringen, kostet Zeit. „Optimieren“ lautet hier das Zauberwort – warum zu Einladungen bei Freunden gehen, die man im Grunde nur als lästige Verpflichtung betrachtet? Verleger Pierre (Johann Schibli) und seine mondäne Ehefrau Clotilde (herrlich scharfzüngig: Tanja Kübler) beschließen, reinen Tisch zu machen, und sich endlich von überflüssigen Freundschaften zu befreien. Das Mittel der Wahl? Ein perfektes Abschiedsdinner – bei dem der Eingeladene noch nicht einmal weiß, wozu man ihn da eigentlich gebeten hat.

Auftritt Antoine, ein reichlich überspannter Jugendfreund von Pierre, mit dem ihn schon lange nichts mehr verbindet. Der (Armin Köstler) macht es spannend: Ist er dem Gastgeberpaar vielleicht schon auf die Schliche gekommen, fragt man sich, während „Tonio“ sich edlen Wein servieren, seine Lieblingsmusik vorspielen und dabei immer wieder bissige Bemerkungen fallen lässt. Bald darauf wird klar: Er hat Pierre und Clotilde durchschaut – und der Abend nimmt einen unerwarteten Verlauf.

Wie Antoine versucht, seine jahrzehntelange Freundschaft mit dem überrumpelten Pierre zu retten, indem er den Freund erst zum Rollen- und schließlich noch zum Kleidertausch überredet, ist unglaublich komisch – wohl nicht zuletzt auch, weil Köstler sich nicht geniert, sich in einem völlig überraschenden Moment im Leoparden-Tanga zu präsentieren.

Bei aller Komik gerät das „Abschiedsdinner“ jedoch nie zum Klamauk. Zu pointiert der Sprachwitz, zu hintersinnig die Ironie – und am Ende der Vorstellung wird mehr als deutlich, dass zum Erhalt einer Freundschaft immer zwei gehören. Dem Wienhäuser Publikum gefiel’s: Ein gelungener Landpartie-Abend des Celler Schlosstheaters wurde mit anhaltendem Schlussapplaus belohnt.

Von Christina Matthies

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