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Wienhausen Lustvolle und leidenschaftliche Akzente im Kloster Wienhausen
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12:53 05.06.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Wienhausen

Stattdessen hat Bäuml mit ihren konzeptionellen und musikalischen Mitstreitern den einzigartigen Elisabeth-Teppich des Klosters als Leitfaden für die Programmzusammenstellung des Konzerts verwendet. Und einzelne Bilder des Teppichs zum Anlass genommen, diese zu erläutern und klanglich mit Musik der Zeit zu illustrieren. Das Konzept ist zu hundert Prozent aufgegangen.

Zu berichten ist von einem Konzert mit Renaissancemusik auf einem Niveau, wie man es nur selten zu hören bekommt. Das lag nicht nur daran, dass technisch außerordentlich gut musiziert wurde sondern dass auch lustvoll Musik gemacht wurde. Und das ist auf dem technischen Niveau dieses Abends eine ungewöhnliche Sache, denn gerade im Bereich der Alten Musik, wie auch in der Neuen Musik, sind sehr viele Musiker unterwegs, die in der Musikszene des konventionellen barocken bis gemäßigt modernen Repertoires auf dem Markt keine Chance hätten, aber in ihrer Nische ein gutes Auskommen finden, obgleich ihnen das musikalische Etwas und die heute selbstverständliche Toptechnik fehlen. Dementsprechend klingen viele Ensembles im Bereich der Alten und Neuen Musik eher bemüht als inspiriert und überlegen. Genau das aber war zu erleben. Und als i-Tüpfelchen muss man ergänzen, dass Katharina Bäuml mit ihrer kleinen Capella de la Torre mit einer Leidenschaft zu Werke gegangen sind, dass der Abend zu einem Kulturgenuss wurde.

Das lag vielleicht gar nicht so stark an der gelungenen Konzeption immer einige Stücke auf ein Teppichbild Bezug nehmen zu lassen, sondern daran, dass diese Konzeption auch überzeugend erfüllt wurde. Nämlich einerseits mit einer sehr abwechslungsreichen Auswahl der Stücke und vor allem an einer Spielweise, die musikhistorisches Wissen nicht zu einem akademischen Vortrag erstarren ließ, sondern vielmehr zu einem freien Umgang damit animierte mit dem Ergebnis, dass man sich auch Passagen vorsichtigen modernen Improvisierens gegönnt hat. Aus dieser Freiheit heraus entwickelte sich eine Spiellust, die sich zunächst unter den Musikern vom einen zum anderen vermittelte, dann aber direkt bei den Zuhörern ankam. Nie klangen die aus heutiger Zeit stammenden Instrumente mittelalterlicher Art mit ihren wunderbaren Klangfarben unbeherrscht oder unbeherrschbar. Und die Klangbalance war immer perfekt gewahrt.

Von Reinald Hanke

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