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Wienhausen Offene Jugendtreffs im Flotwedel weisen bauliche Mängel auf
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Offene Jugendtreffs im Flotwedel weisen bauliche Mängel auf
16:49 24.04.2018
Von Carsten Richter
Vorbeikommen und eine Runde kickern - Jugendpfleger Mirco Röker, Louisa Marwede (8 Jahre) und Henrike Berkhan (22) machen es vor. Doch an den Jugendtreffs in Bröckel, Langlingen und Eicklingen nagt der Zahn der Zeit.  Quelle: Carsten Richter
Wienhausen

„Wir haben ihn für drei Tage untergebracht. In dieser Zeit haben sich bei ihm zu Hause die Wogen wieder geglättet“, erinnert sich Röker. Es sind Szenen wie diese, die der Jugendpfleger der Samtgemeinde Flotwedel nicht vergisst – und die ihm klar machen, wie wichtig seine Arbeit ist. Seit drei Jahren ist er für die Jugendtreffs in Eicklingen und Bröckel zuständig. Seine Kollegin Heike Moch leitet die Einrichtung in Langlingen.

Sich um die Belange der Jugendlichen zu kümmern, ihnen bei Problemen zuzuhören und zu helfen, aber auch gemeinsam Spaß zu haben – Röker möchte all das nicht mehr missen. Und dennoch ist nicht zu übersehen: Der bauliche Zustand der Jugendtreffs lässt zu wünschen übrig, die Gebäude weisen innen und außen erhebliche Mängel auf. Die Billard- und Kickertische werden täglich bespielt und sind folgerichtig in die Jahre gekommen – nur ein Beispiel. In Eicklingen, wo vor gut 20 Jahren ein ehemaliger Kindergarten zum Jugendtreff umfunktioniert wurde, blättert bereits Putz von den Wänden, Feuchtigkeit hat sich darunter gebildet. Röker wünscht sich, dass endlich etwas passiert. „Außerdem gibt es hier kein Außengelände, wo die Kinder und Jugendlichen bei schönem Wetter spielen können“, sagt er.

Ein ähnliches Bild in Bröckel: Die Küche ist veraltet und bräuchte mal eine Generalüberholung. Der Fußboden weist Risse auf, die Rolläden sind von außen beschädigt. Draußen hat der Basketballkorb Rost angesetzt. Und am Jugendtreff in Langlingen? – Abgeblätterte Farbe an den Fenstern und Heizungen sowie Risse am Dach.

Die meisten Jugendlichen hätten sich an den Zustand gewöhnt. „Sie kennen es ja nicht anders“, sagt Röker. Doch das ist für ihn kein Argument: „Niemand will offensichtlich Geld in die Hand nehmen“, so der Eindruck des Jugendpflegers. Um Materialien zu beschaffen und Outdoor-Aktivitäten vorzubereiten und zu veranstalten, stehen Moch und Röker für alle drei Jugendtreffs etwa 7000 Euro im Jahr zur Verfügung – eine freiwillige Leistung der Kommune. „Da müssen wir schon rechnen. Immerhin gehen allein 1200 Euro für die Erstellung des Ferienpasses drauf“, sagt Röker.

Der 40-Jährige will keine Schlösser bauen, stellt er klar, doch angesichts des baulichen Zustands der Gebäude kommen ihm schon manchmal Zweifel am Stellenwert der Jugendlichen für Politik und Verwaltung. Diese Sorgen seien unbegründet, sagt Hans-Hermann Schulz, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters. Er verweist auf den Antrag, den SPD und Grüne jüngst in den Samtgemeinderat eingebracht hätten. „Wir erarbeiten zurzeit ein Raumkonzept. Darin geht es darum, ob wir auch weiterhin drei Jugendtreffs brauchen“, erklärt Schulz. Fakt sei aber, dass die Substanz der Gebäude „uralt“ sei.

Kerstin Ackermann, SPD-Fraktionschefin im Samtgemeinderat, sieht dringenden Handlungsbedarf. „Wir brauchen eine langfristige Planung, wie es baulich weitergeht. Dabei müssen wir auch über Investitionen reden.“ Das Ziel der Sozialdemokraten sei eine „vernünftige Jugendarbeit, die alle Jugendliche erreicht“.

Auch Jörn Schepelmann, Vorsitzender der Mehrheitsfraktion CDU, erkennt die Mängel an den Gebäuden. Zunächst wolle man das Raumkonzept der Samtgemeinde abwarten. „Eine Sanierung aller Gebäude werden wir uns nicht leisten können“, sagt Schepelmann. Favorisiert werde daher eine mobile Lösung. Die Jugendpflege hätte dann keine festen Räume mehr, sondern würde abwechselnd in allen 13 Ortsteilen im Flotwedel unterwegs sein.

Jugendpfleger Röker hält dagegen. Die Jugendtreffs seien „Dreh- und Angelpunkte“ für die jungen Menschen, sagt er. Und tatsächlich: Wer erst einmal hergefunden hat, kommt gerne wieder. Henrike Berkhan war mit etwa zehn Jahren das erste Mal da, heute ist sie 22 – und schaut trotzdem noch mehrfach im Monat vorbei. „Wir haben den Jugendtreff neu gestrichen und zusammen gegrillt“, erinnert sie sich an frühere Zeiten. Die Jugendlichen hätten heute mehr Freiheiten, sagt sie, aber es werde auch mehr auf sie eingegangen. Eines aber hat sich nicht geändert: Heute wie gestern brauchen sie Ansprechpartner, die ihnen helfen.

Konzertprogramme mit reiner, das heißt klassischer unverstärkter Gitarrenmusik sind in den traditionellen Konzertzyklen eher selten. Und wenn, dann werden diese Konzerte häufig genutzt, um mit einem sogenannten Crossover-Programm auch einmal ein Publikum in den Saal zu holen, das für typisch klassische Konzerte nicht so empfänglich ist. Anders ist das bei dem Gitarristen Friedemann Wuttke. Wer diesen Musiker engagiert, der kann sich darauf einstellen, dass er klassische Gitarrenmusik pur spielt. Und zwar in Zusammenstellungen, die besonders reizvoll sind. Auf Einladung des Kulturkreises Wienhausen gastierte Wuttke am Freitagabend im Sommerrefektorium des Klosters mit einer Zusammenstellung von Werken aus der Barockzeit, aus der Zeit der Wiener Klassik und aus der südamerikanischen Spätromantik.

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