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Wienhausen Weg für zweiten Jugendpfleger frei
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Weg für zweiten Jugendpfleger frei
16:25 16.05.2014
Wienhausen

Das hat der Samtgemeindeausschuss am Donnerstag mehrheitlich beschlossen. Die Vollzeitstelle ist auf zwei Jahre befristet. „Diese Zeit wollen wir nutzen, um uns konzeptionell besser aufzustellen“, sagte gestern Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf.

Am Dienstag hatte der Sozialausschuss der Samtgemeinde noch mit vier zu drei Stimmen einen Antrag der SPD-Fraktion abgelehnt, der die Wiedereinstellung eines zweiten Jugendpflegers zum Ziel hatte. Auch der Kompromissvorschlag der LUB-Fraktion, die Stelle auf zwei Jahre zu befristen, war vom Ausschuss mit vier zu drei Stimmen abgelehnt worden. Die Sitzung des Sozialausschusses im Jugendtreff Eicklingen war von rund zwölf Jugendlichen und einigen Erwachsenen verfolgt worden.

Pohndorf kündigte an, dass es jetzt sofort eine Stellenausschreibung geben werde, um die Stelle so schnell wie möglich zu besetzen. „Wir haben keine Prachtpaläste“, meinte er mit Blick auf die Jugendtreffs in Bröckel, Langlingen, Eicklingen und Wienhausen. Damit müsse die neue Kraft klarkommen. Bei künftigen Beratungen werde man auch die Gebäude unter die Lupe nehmen müssen. Und man werde zudem die Ideen von Jugendlichen aufgreifen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Bröckeler Bürgermeister Heinrich Behrens begrüßte die Entscheidung. Mit der befristeten Stellenbesetzung ergebe sich die Möglichkeit zu beraten, wie es mit der Jugendpflege weitergehe, mit der man in der Vergangenheit nicht unbedingt zufrieden war. Mit der Erarbeitung eines Konzepts Jugendpflegerin Heike Moch allein zu lassen, wäre falsch gewesen. Es werde ergebnisoffen diskutiert, weshalb man jetzt noch nicht sagen könne, ob künftig Jugendtreffs zusammengelegt werden oder ob alle vier erhalten blieben. Der Bröckeler Jugendtreff war seit der Kündigung des bisherigen zweiten Jugendpflegers Eitel Moch zu Jahresbeginn geschlossen worden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Meyer meinte gestern zu der Entscheidung im Samtgemeindeausschuss: „Damit kann eine neue Basis für eine erfolgreiche Jugendarbeit geschaffen werden, denn jetzt kann die Jugendarbeit in allen Orten der Samtgemeinde fortgesetzt werden.“ Die SPD hoffe, dass es trotz der Befristung qualifizierte Bewerbungen geben werde. Nach Meyers Ansicht kommt es jetzt darauf an, dass sich der gesamte Rat Gedanken über die inhaltliche und bauliche Ausgestaltung der Jugendarbeit machen und nach einer Diskussionsphase auch Entscheidungen treffen müsse.

Von Joachim Gries