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Ahnsbeck Ahnsbeck: Ländlicher Charme und reges Vereinsleben
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18:21 03.07.2014
Klaus-Dieter Hanke am symbolischen Dorfbrunnen in Ahnsbeck, hier war früher ein Tiefbrunnen - für die zentrale Wasserversorgung. Er stellt auch das Backhaus (oben) - sowie die Kapelle (unten) mit dem Altar vor.  Quelle: Benjamin Westhoff (4)
Ahnsbeck

Ein beeindruckender Walnussbaum steht vor dem großen Haus an der Hauptstraße in Ahnsbeck, in dem Klaus-Dieter Hanke wohnt. 1928 wurde der Baum von seinen Großeltern gepflanzt. Damit ist er genauso ein „Urgestein“ wie Hanke, der schon sein ganzes Leben, also 62 Jahre lang, in dem Dorf am Südrand der Lüneburger Heide lebt.

Ahnsbeck – ein Ort „in dem man sich rundum wohlfühlen kann“, meint Hanke. Das 1780-Seelen-Dorf ist von einem ganz besonderen ländlichen Charme umgeben. Große Höfe, alte Bauernhäuser, blühende Gärten – so zeigt sich vor allem der alte Ortskern um die Kapelle.

Dass Ahnsbeck stark landwirtschaftlich geprägt ist, merkt man auf den ersten Blick. „1960 gab es 63 Höfe, heute sind es noch neun Vollerwerbsbetriebe“, erklärt Hanke beim Rundgang durchs Dorf. „Ich habe eine enorme Hochachtung vor den Leuten, die die alten Höfe erhalten und damit den Dorfcharakter“.

Der erste Weg führt zur Kapelle, dem ältesten Bauwerk in Ahnsbeck. Hanke vermutet den Ursprung der Kapelle im Jahr 1260. Seitdem wurde sie des Öfteren erneuert. Heute steht auf der sanften Erhöhung ein kleines Fachwerk-Gebäude mit einem holzvertäfelten Glockenturm. Die Kapelle ist für ihn der wichtigste Punkt im Dorf. „Mit diesem Ort verbinde ich starke Heimatgefühle“, sagt Hanke, während er durch die kleine Kapelle geht, in der es nach Holz und Wachs riecht. „Die Glocke wurde 1439 gegossen, Anfang Juli feiert sie 575-jähriges Jubiläum“, weiß Hanke. Er ist nicht nur seit 28 Jahren Vorsitzender des Kapellenvorstandes und Friedhofsverwalter, sondern auch Chronist von Ahnsbeck.

Direkt neben der Kapelle befindet sich der Kindergarten. Früher befand sich hier die Volksschule, gegründet 1661. Bis zur siebten Klasse ist Hanke hier zum Unterricht gegangen. Auf dem ehemaligen Schulhof, der jetzt ein Spielplatz ist, steht ein historisches Backhaus aus dem 17. Jahrhundert. Hier finden dreimal jährlich die Backtage des Backhausvereins statt, mit „leckerem Butterkuchen“.

Hankes Weg durchs Dorf führt weiter, vorbei am neuen Ärzte-Haus und der Bücherei, vorbei am Dorfbrunnen und Wappenbaum der Vereine. Was Hanke an Ahnsbeck besonders mag, ist der gute Zusammenhalt der Gemeinde und das rege Vereinsleben. „Es gibt für jeden, der möchte, die Möglichkeit sich zu integrieren.“ Johanna Hasse

Von Johanna Hasse