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Ahnsbeck Ahnsbeck will Gasversorgung in der Kommune sichern
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ahnsbeck will Gasversorgung in der Kommune sichern
20:17 19.02.2014
Bis Ende des Jahres soll feststehen, wer künftig die Gasversorgung in Ahnsbeck betreibt. Quelle: dpa
Ahnsbeck

Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die Gemeinde Ahnsbeck das Erdgasnetz in der Kommune von der Celle-Uelzen Netz übernehmen wird. Diesen Eindruck vermittelte Ahnsbecks Bürgermeister Ulrich Kaiser in der Ratssitzung am Dienstag. Er betonte, dass die Erdgasversorgung für die Kunden in Ahnsbeck auf jeden Fall gesichert sei.

Ende Januar hatte es mit der Celle-Uelzen Netz ein Gespräch gegeben, an dem auf Ahnsbecker Seite neben Kaiser seine Stellvertreterin Sylvia Vörtmann-Hohbohm (UL), Wilhelm Kuhls (CDU) und Rolf Hägerling (UL) teilnahmen. „Wenn sich Kaufleute auf Augenhöhe begegnen, wird man sich nicht sofort einig“, sagte der Bürgermeister. Man habe zu dem bisherigen Versorger immer ein gutes Verhältnis gehabt und wolle auf eine einvernehmliche Lösung hinarbeiten.

In der vergangenen Woche hatten Kaiser und Vörtmann-Hohbohm Fachanwälte in Bremen aufgesucht und sich beraten lassen. Die Sozietät soll die Kommune auch in den kommenden Monaten bei den Verhandlungen mit der Celle-Uelzen Netz begleiten. Sie hätte dazu geraten, die Verfahrensschritte in aller Ruhe durchzuführen, Zeitdruck müsse nicht sein, berichtete Kaiser. Anvisiert werde eine Lösung bis Ende des Jahres. Der Konzessionsvertrag mit der Celle-Uelzen Netz läuft Ende Mai aus.

Ob Ahnsbeck einen neuen Konzessionär für die Erdgasversorgung findet oder über ein Gemeindewerk die Gasversorgung in die eigenen Hände nimmt, ist noch nicht entschieden. „Wir haben schon die Wassergenossenschaft, da werden wir das auch hinkriegen. Ich bin da ganz optimistisch“, sagte Kaiser. Einstimmig votierte der Rat dafür, der Kanzlei in Bremen ein Vertretungs- und Beratungsmandat für die Verhandlungen mit der Celle-Uelzen Netz zu erteilen. Die Sozietät werde monatlich abrechnen, damit könne Ahnsbeck jederzeit aussteigen und es bestehe nicht die Gefahr, in eine Kostenfalle zu geraten. In der Sitzungsvorlage waren Kosten zwischen 3000 und 10.000 Euro für die Anwaltskanzlei aufgeführt, der Ratsbeschluss wurde aber ohne Nennung von Summen gefasst.

Zu Beginn der Sitzung hatte Kaiser auch über die weitere Entwicklung des Ahnsbecker Nahwärmenetzes berichtet. Danach ist sowohl die Nachfinanzierung für die höheren Kosten im vergangenen Jahr genehmigt als auch die Finanzierung für 40 weitere Anschlüsse in diesem Jahr gesichert. Mit 20 Anschlüssen soll das bestehende Netz nachverdichtet werden, weitere 20 Anschlüsse sollen im Bereich Hauptstraße, Königsberger Straße und Am Suhrenberg entstehen. Wenn es das Wetter zulasse, sollen die Bauarbeiten im April beginnen, damit die Anschlüsse zum Beginn der neuen Heizperiode auf jeden Fall fertig sind.

Von Joachim Gries