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Ahnsbeck Ahnsbeck will das Tempo bremsen
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ahnsbeck will das Tempo bremsen
11:05 12.10.2016
Schwellen wie diese soll es nach dem Willen des Gemeinderats auf den Straßen in Ahnsbeck nicht geben.  Quelle: Joachim Gries
Ahnsbeck

Ratsherr Matthias Thies hatte in einem Antrag vorgeschlagen, es in dem Bereich mit mobilen Schwellen zu versuchen. Sie werden auf die Fahrbahn geschraubt und sollen die Autofahrer zum Abbremsen zwingen. Das könnte der Gemeindearbeiter erledigen. Komme es zu Problemen, etwa durch Lärm, könnten sie auch einfach wieder abgebaut werden. Die Kosten hatte Thies mit etwa 600 Euro pro Schwelle angegeben.

Es gehe um die grundsätzliche Entscheidung, ob im Dorf geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen ergriffen werden sollten, sagte Bürgermeister Ulrich Kaiser. Auch er wies auf mögliche Nebenwirkungen wie Lärm hin. Klaus-Friedrich Gross (UL) meinte, dass er mit Schwellen auf Fahrbahnen vor dem Kindergarten kein Problem hätte, aber auf sonstigen Straßen sehe er nicht den Sinn.

„Seit über zehn Jahren werden Schwellen nicht mehr forciert“, sagte Jörn Kolossa (UL). Sie wirkten nur punktuell und müssten alle 80 Meter aufgebracht werden. Er machte den Vorschlag, stattdessen auf den Fahrbahnen Tempo 30 zu markieren, und merkte zudem an, dass die Verkehrsschilder durch die Sonne verblasst seien. Das einzige, was gegen zu schnelle Autofahrer wirklich helfe, seien Geschwindigkeitsmessungen.

Zwei Schilder mit dem Aufdruck „Achtung, spielende Kinder“ habe er bereits gekauft, sagte Kaiser. Er schlug vor, diese parallel zu den Markierungen auf den Straßen einzusetzen. Und auch die mobile Geschwindigkeitsmessanlage, die Sylvia Vörtmann-Hobohm (UL) ins Gespräch gebracht hatte, soll zum Einsatz kommen und Autofahrern das tatsächliche Tempo vor Augen führen.

Bereits in der kommenden Woche sollen in Ahnsbeck die nächsten Straßensanierungsarbeiten beginnen. Direkt vor der Ratssitzung hatte es eine Anliegerversammlung für die Bewohner des Hittebergs gegeben. Darin hatte Kaiser erläutert, dass die zuvor ermittelten Preise auch nach der Ausschreibung eingehalten und eventuell sogar unterschritten werden. Auf die Anlieger kämen Kosten von 61 Cent pro Quadratmeter Straßenfläche zu. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten auf jeden Fall bis Ende November.

„Bei der Haushaltslage hätten wir uns in diesem Jahr noch eine weitere Straße vornehmen können“, sagte Kaiser. Doch wegen möglicher Frostgefahr habe man davon lieber abgesehen. Im kommenden Frühjahr soll dann der Nordburger Weg folgen. Erneuerungsbedarf gebe es auch im Altenceller Weg und in der Kötnerstraße. Mühlenstraße und Talgarten wiesen ebenfalls Erneuerungsbedarf auf, seien aber für die Nutzer noch tragbar.

Noch nicht endgültig festlegen wollte sich der Rat, ob er sich an der Erneuerung des Wirtschaftswegs Ahnsbeck-Hohne beteiligt, wenn die Gemeinde auf ihrer Seite den Weg erneuert. Bis zur Sitzung am 3. November soll die Verwaltung ermitteln, welche Kosten auf die Anlieger zukommen, wenn sich ihr Anteil auf 23,5 Prozent der Kosten reduziert.

Von Joachim Gries