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Ahnsbeck Ahnsbeck will ohne Kredite über das Jahr kommen
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ahnsbeck will ohne Kredite über das Jahr kommen
18:07 08.01.2014
Quelle: cz
Ahnsbeck

Größter Einzelposten bei den Ausgaben ist der geplante Bau einer Remise auf dem alten Schulhof, deren Räume den Ahnsbecker Vereinen sowie der Jugend zur Verfügung stehen sollen. 300.000 Euro sind dafür veranschlagt, gebaut wird aber nur, wenn es Zuschüsse gibt. Die sollen aus der Städtebauförderung kommen, ob und in welcher Höhe es Geld gibt, ist derzeit aber völlig offen.

85.000 Euro will die Gemeinde für den Ankauf von Bauerwartungsland am Nordburger Weg ausgeben, bis zu 25.000 Euro sollen für einen neuen Durchlass am Ahnsbecker Kanal investiert werden. Für 8000 Euro sollen neue Geräte für die Spielplätze beschafft werden, für Bänke und Fahrradständer an der Bücherei sind 2000 Euro eingeplant. Bestritten werden sollen die Ausgaben ohne die Aufnahme von Krediten.

Gut 100.000 Euro hat die Gemeinde in diesem Jahr für Straßenreparaturen veranschlagt. Seit Jahren wird eine für die Bürger günstige Sanierung angestrebt, aber erst muss das Oberverwaltungsgericht in dieser Angelegenheit ein Urteil sprechen. Da die Reparaturen unumgänglich sind, muss das Geld aufgewendet werden.

“Wir haben uns selbst diszipliniert in den vergangenen Jahren”, sagte Bürgermeister Ulrich Kaiser mit Blick auf die aktuelle finanzielle Situation der Gemeinde. Der Ergebnishaushalt 2013 werde mit einem geringen Minus von 10.000 bis 15.000 Euro abschließen. Erwartet worden war zu Beginn des Jahres ein Minus von 173.000 Euro. Komme 2015 die Senkung der Kreisumlage, werde das Ahnsbecker Defizit auch in den Haushalten 2015 und 2016 gegen Null gehen.

Der Fehlbedarf für dieses Jahr lag zu Beginn der Sitzung bei unter 100.000 Euro, Kämmerer Eike Hebecker hatte auf Vorschlag von Bürgermeister Kaiser im Haushaltsplan die Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer um 20 Punkte hochgesetzt. “Ich halte es nicht für richtig, die Hebesätze über den Landesdurchschnitt anzuheben”, argumentierte Wilhelm Kuhls (CDU) und plädierte für ein Plus von nur zehn Punkten.

Dafür erhielt er von Kaiser Zustimmung. “Ich denke, das ist eine moderate Erhöhung. Sie wird den Haushalt nicht so in Unordnung bringen, dass es uns schlaflose Nächte bereitet. Eine Erhöhung wollen wir unseren Bürgern nur zumuten, wenn es unumgänglich ist”, sagte der Bürgermeister. Dem Haushalt samt Anhebung der Realsteuern um jeweils zehn Punkte stimmte der Rat zu, lediglich Dieter Glenewinkel, der zu Beginn der Sitzung in den Rat nachgerückt war, enthielt sich.

Von Joachim Gries