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Ahnsbeck Ahnsbecker Komitee-Präsident fordert Feiertag für Europa
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ahnsbecker Komitee-Präsident fordert Feiertag für Europa
16:57 07.11.2017
Ein gesetzlicher Feiertag für Europa – das ist die Idee des Komitees Niedersachsen-Normandie. Immer am 9. Mai soll gefeiert werden. Quelle: Rainer Jensen
Ahnsbeck

Das Datum ist von historischer Bedeutung. Der Tag gilt als Gründungsdatum Europas, weil der damalige französische Außenminister Robert Schumann am 9. Mai 1950 in seiner Pariser Rede vorschlug, eine Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl zu schaffen. Dieser Vorschlag mündete in der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, auch Montanunion genannt. Darüber hinaus wurde der Europatag im Verfassungsvertrag der Europäischen Union explizit aufgeführt. "Wir sollten endlich Nägel mit Köpfen machen", fordert Opel.

In einem Schreiben wendet sich das Komitee, das mit vielfältigen Angeboten die kommunale Partnerschaft zwischen Niedersachsen und der Normandie fördert, an die SPD- und CDU-Landtagsfraktionen. "Niedersachsen hat als Bundesland ohnehin zu wenige Feiertage", findet Opel. Ziel sei es, den Feiertag jedes Jahr zu begehen – und nicht nur einmalig, wie es in diesem Jahr bezüglich des Reformationstags der Fall gewesen ist.

Nun wartet der Ahnsbecker als Präsident des Komitees auf eine Rückmeldung der Landespolitik. Mit der Einführung des Europa-Feiertags "würde die neue niedersächsische Landesregierung die zentrale Zukunftsaufgabe unterstreichen". Gerade in der heutigen Zeit, in der Europa auseinander zu brechen droht, sei der Tag ein wichtiges Zeichen, sagt Opel. „Frieden und Zusammenhalt in Europa sowie die vertiefte Zusammenarbeit der Nationalstaaten sind die Kernbotschaft für diesen neuen Feiertag in Niedersachsen“, fasst er zusammen.

Auf eine Rückmeldung warten Opel und das Komittee bisher vergeblich – aber bis zum 9. Mai 2018 sind es schließlich noch sechs Monate.

Von Amelie Thiemann