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Ahnsbeck Ahnsbecker Remise wird gebaut
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ahnsbecker Remise wird gebaut
20:16 21.05.2015
 So könnte die Remise auf dem alten Schulhof in Ahnsbeck aussehen.   Quelle: cz
Ahnsbeck

Im Sommer kommenden Jahres wird sie fertig sein und allen Vereinen und allen Generationen zur Nutzung offen stehen, die Remise auf dem alten Schulhof in Ahnsbeck. Davon geht Bürgermeister Ulrich Kaiser aus. Dass die Remise unweit des alten Backhauses gebaut wird, steht fest, seit in der vorletzten Woche die Landesregierung die Freigabe von Fördermitteln aus der Städtebauförderung bekannt gab. 407.000 Euro stehen für das Projekt in Ahnsbeck zur Verfügung.

„Wir haben uns wahnsinnig gefreut. Ohne Förderung hätten wir uns das nicht leisten können“, sagt Kaiser. Jetzt müssten Details abgestimmt werden, bevor dann voraussichtlich im Juni der Bewilligungsbescheid überreicht wird.

Im Oktober 2013 waren im Ahnsbecker Rat vom Planer Frank Heuer erste Skizzen des Gebäudes vorgestellt worden. Er hatte zwei Dachvarianten vorgestellt: ein Satteldach und eine Remisenform mit 2,50 Meter Dachüberstand.

Nutzer des Hauses sollen nach Kaisers Worten die Jugendpflege oder der Spielmannszug des Schützenvereins sein, hier sollen Mutter-Kind-Veranstaltungen ebenso stattfinden wie das Kaffeetrinken für die Senioren oder größere Veranstaltungen der Bücherei. Und der Verein „Dat ole Backhus“ soll bei den Backtagen auf die Einrichtung zugreifen. Auch soll es in einer Werkstatt Berufsfindungsangebote für Jugendliche geben, die die Gemeinde initiieren und moderieren will und bei der Jugendpflege und Ehrenamtliche wie etwa alte Handwerker mit eingebunden werden sollen. Unterkommen sollen in der Remise alle Aktivitäten, die früher in der Begegnungsstätte am Kindergarten stattfanden. Dort sind inzwischen die Räume weggefallen, weil der Kindergarten um eine Krippe erweitert wird.

Mit den Ahnsbecker Vereinen soll jetzt das Nutzungskonzept besprochen werden. Knapp 400 Quadratmeter Nutzfläche sollen nach Kaisers Angaben in der Remise geschaffen werden – zu Gesamtkosten von über 600.000 Euro. Die Städtebauförderung soll zwei Drittel der Kosten abdecken. Entstehen soll das Gebäude dort, wo jetzt noch der Rodelberg zu finden ist, direkt angrenzend an das Nachbargrundstück. Damit soll zum einen der Platzcharakter des alten Schulhofs erhalten bleiben, zudem will Kaiser das Nachbargebäude in die Nutzung mit einbeziehen – wenn es zu einer Einigung mit dem Besitzer kommt und die Förderauflagen dem nicht entgegenstehen.

Auch das Aussehen des neuen Hauses soll sich dem Umfeld anpassen. Kaiser kann sich vorstellen, dass alte Fachwerkbalken beim Bau Verwendung finden, kombiniert mit modernen Elementen, die viel Licht ins Haus lassen.

Der Bürgermeister erwartet, dass die Baugenehmigung im Herbst vorliegt und dann mit ersten Vorbereitungen begonnen wird. Die Hauptbautätigkeit soll dann im kommenden Frühjahr stattfinden, die Einweihung im Sommer.

Von Joachim Gries