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Ahnsbeck Anstieg der Wohngeldempfänger auch im Landkreis Celle
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Anstieg der Wohngeldempfänger auch im Landkreis Celle
18:41 25.07.2018
Von Jürgen Poestges
Ahnsbeck

Haus- und Wohnungseigentümer erhalten das Wohngeld in Form eines Lastenzuschusses; Mieter, Untermieter und Heimbewohner in Form eines Mietzuschusses. Empfängern von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, soweit sie Mieter sind, in der Regel ein pauschaliertes Wohngeld ohne besonderen Antrag. Und eines muss deutlich gesagt werden: Wohngeld ist kein staatliches Almosen, sondern ein Rechtsanspruch.

Im Kreis Celle sorgten höhere Einkommensgrenzen und neue Wohngeldsätze als Zuckerle zur Bundestagswahl 2016 bis zum 31. Dezember 2016 für einen Anstieg der Wohngeldempfänger auf 1001 mit Wohngeld unterstützte Haushalte. „Mit der Wohngeldnovelle wurde die Höhe des Wohngeldes erstmals seit 2009 wieder an die Entwicklung der Einkommen und Mieten angepasst“, erklärt Melanie Wilkens, Sprecherin des Landeskreises Celle. „Die Höhe der Wohngeldleistungen stieg dadurch durchschnittlich um 39 Prozent. Deshalb konnten Personen, denen vorher kein Zuschuss zustand, auch Geld beantragen.“

Beim Landkreis Celle wurden die Zahlen des letzten Quartals 2015 vor der Novelle mit denen des zweiten Quartals 2016 nach der Novelle verglichen. „Das ergab seinerzeit eine Steigerung von rund 24 Prozent“, sagt Wilkens. Insgesamt sei die Wirkung der Novelle aber hinter den prognostizierten Erwartungen zurückgeblieben.

Insgesamt wurden im Landkreis Celle im Jahr 2016 1,86 Millionen Euro ausbezahlt. Im Vorjahr 2015 waren es 0,93 Millionen bei 632 Empfängern. Im Jahr 2010 lag das durchschnittliche Wohngeld noch bei 132 Euro, 1581 Haushalte wurde da mit insgesamt 2,50 Millionen Euro unterstützt. Aktuell gibt es monatlich durchschnittlich ein Finanzvolumen von rund 150.000 Euro für Wohngeldleistungen.

Um den permanenten Versatz zwischen Wohngeld und Sozialgesetzbuch (SGB) II „Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende“ und SGB XII „Aufgabe der Sozialhilfe“ zu vermeiden, wäre eine regelmäßige Wohngeldanpassung, analog zur Regelsatzanpassung wünschenswert. Das Bundesministerium hat offenbar entsprechende Absichten, das Wohngeld alle zwei Jahre anzupassen. „Nähere Informationen dazu sind hier bisher nicht bekannt“, erklärt Wilkens.

Das Wohngeld funktioniert als eine Art Mietpreisbremse. Höhere Einkommensgrenzen und neue Wohngeldsätze sorgten so für den Anstieg. Die Mietpreisbremse wurde schon in der 1960er Jahren erfunden. 1965 wurde das erste Wohngeldgesetz beschlossen, um Einkommensschwachen zu helfen. Das Wohngeld wird nur zusätzlich zum Einkommen aus Arbeit oder Rente als Zuschuss zur Miete gezahlt.

Anders als das Wohngeld werden die Regelleistungen im SGB II und SGB XII regelmäßig erhöht, so auch in den Jahren 2017 und 2018. „Durch diese Erhöhung sind einige Personen wieder aus dem Wohngeldanspruch heraus- und zurückgefallen in diese Rechtskreise“, erklärt Wilkens. „Dadurch hat die zuvor deutliche Erhöhung der Wohngeldzahlen zwischenzeitlich wieder etwas abgenommen.“ Gleichwohl sei es durch die Novelle bei einem höhren Wohngeldaufwand geblieben.

Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat unter www.wohngeldrechner.nrw.de ein Berechnungsprogramm für das Wohngeld eingestellt. Durch Anklicken des niedersächsischen Landeswappens kann eine Wohngeldberechnung gestartet werden.

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