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Ahnsbeck Bürgerinitiative lehnt Massentierhaltung ab
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Bürgerinitiative lehnt Massentierhaltung ab
17:50 01.02.2010
Ahnsbeck

Die BILA appelliert an Politiker, Bürger nicht – wie beim Schlachthof in Wietze geschehen – vor vollendete Tatsachen zu stellen. Angesichts der Tragweite der Entwicklung reiche die Beschränkung auf die gesetzlich vorgeschriebene Bürgerbeteiligung in der Planfeststellungsverfahren nicht aus. Klaus-Jörg Oppermann zeigte während eines Vortrags weltweite Zusammenhänge zwischen Massentierhaltung in Europa und Futtermittelimporten aus Südamerika und der dortigen Armut und Zerstörung des Regenwaldes auf. Preisverfall durch Überproduktion lasse die traditionelle Landwirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig produzieren, Arbeitsplatzverluste und Höfesterben seien die Folge, argumentierte Oppermann.

Er wies auch auf die aktuellen Vorhaben einiger Landwirte zur Errichtung von Hühner- und Schweinemastställen in der Samtgemeinde Lachendorf hin. An die Anwesenden appellierte der Bunkenburger, ihr Konsumverhalten zu verändern und auf gesunde Lebensmittel aus artgerechter Haltung zurückzugreifen. In der anschließenden Diskussion stand auch Eckehard Niemann, Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft, Rede und Antwort.

Die Mitglieder wählten anschließend den Vorstand für die BILA. Ihm gehören neben Oppermann Hans-Peter Barten aus Wohlenrode, Franz Perl aus Lachendorf, Bettina Seidel aus Helmerkamp und Wilhelm Veth aus Bunkenburg an.

Von Joachim Gries