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Ahnsbeck Der Kiosk-Pächter, der Bürgermeister und die Poller
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Der Kiosk-Pächter, der Bürgermeister und die Poller
09:59 08.05.2018
Von Jürgen Poestges
Hier kann niemand mehr parken: Kioskbetreiber Ulrich Herwert an einem der Pfoller, die sein Nachbar und Bürgermeister an der Straße vor dem Kiosk hat einsetzen lassen. Quelle: Oliver Knoblich
Ahnsbeck

Jetzt haben die Kunden Park-Probleme, wenn sie bei ihm einkaufen wollen. „Das hat der Nachbar von gegenüber veranlasst“, erzählt Herwert. „Ohne Absprache.“ Bei der Samtgemeinde Lachendorf erklärte man ihm, dass man dies nicht genehmigt hätte, wenn es die Anfrage gegeben hätte.

Allerdings: Der Nachbar von Gegenüber ist der Ahnsbecker Bürgermeister Ulrich Kaiser. „Und der darf das offensichtlich einfach so machen“, sagt Herwert. Mit Kaiser zu reden habe keinen Zweck. „Da kommen dann immer nur Ausflüchte.“

Durch die Poller ist jetzt an dieser Stelle der ohnehin nicht so breite Höferweg noch enger geworden. „Wenn da jetzt eine Landmaschine lang fährt, hat der Gegenverkehr keine Chance mehr, auszuweichen.“ Und seine Kundschaft? „Mir hat einer erklärt, er parke dann eben auf der Straße.“

Kaiser sieht das eher gelassen. „Das ist ja eine Art von Verkehrsberuhigung, wenn Autos mitten auf der Straße stehen.“ Aus diesem Grund sei die Straße ja auch ohne Parkmöglichkeiten angelegt worden. Und ansonsten sei die Straße durchaus breit genug, damit zwei Lkw aneinander vorbeifahren können. „Das ist ja immerhin eine Kreisstraße.“

Vor dem Aufstellen der Poller habe er sich beim Ordnungsamt der Gemeinde erkundigt. „Mir wurde gesagt, dass es da keine Genehmigung braucht.“ Aus der Samtgemeinde hieß es lediglich, dass Kaiser als Bürgermeister über solche Maßnahmen unabhängig entscheiden dürfe. Die Entscheidung sei durch den Ortsrat genehmigt worden.

Er habe die Initiative ergriffen, weil dieser Seitenstreifen nicht mehr zu pflegen gewesen sei, weil so oft Autos darauf standen, so Kaiser. „Da wuchs gar nichts mehr, noch nicht einmal Rasen.“ Und außerdem habe er, wenn er mit dem Auto von seinem Grundstück fahren wollte, keinen Einblick mehr in die Straße gehabt. „Die Autos standen ja fast in meiner Einfahrt.“

Er wundere sich auch, dass sein Nachbar ihn nicht angesprochen habe. „Dazu kommt, dass Herr Herwert sein Grundstück nicht unbedingt sauber hält. Da liegt sehr oft viel Müll, den die Gemeindemitarbeiter immer sammeln müssen.“

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