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Ahnsbeck Haushalt der Samtgemeinde Lachendorf findet volle Zustimmung
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Haushalt der Samtgemeinde Lachendorf findet volle Zustimmung
18:10 15.12.2016
HHLachendorfSG2017 Quelle: CZ
Ahnsbeck

Knapp 1,1 Millionen Euro will die Samtgemeinde 2017 investieren. Größte Einzelposten dabei sind ein neues Löschfahrzeugs für die Feuerwehr für 213.000 Euro, die Erweiterung des Kindergartens Maulwurfshügel in Lachendorf für 140.000 Euro und der Zuschuss zur Sanierung des Lachtestadions in Höhe von 180.000 Euro. Für den Bauhof soll ein neuer Schlepper für 100.000 Euro beschafft werden, zudem ein neues Anbau-Mähwerk für 30.000 Euro. Der Anteil der Samtgemeinde am Radweg-Bau zwischen Hohnhorst und Eldingen schlägt mit 77.000 Euro zu Buche. Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke geht davon aus, dass der Radweg tatsächlich 2017 gebaut wird, weil das Förderprogramm des Landes dann endet.

Nachdem in diesem Jahr bereits 40.000 Euro für einen Rathaus-Anbau im Haushalt stehen, sind für 2017 noch einmal 100.000 Euro eingeplant. In der Finanzplanung für 2018 sind weitere 1,5 Millionen Euro vorgesehen. „Wir plätzen aus allen Nähten“, nennt Warncke als Grund für die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes.

Speziell die Zahlen für die Rathaus-Erweiterung führten zu Nachfragen. „Inwiefern sind die Zahlen belastbar?“, wollte Egbert Ehm (UB) wissen. Natürlich müsse alles ausgeschrieben werden, er erwarte, dass die Zahlen im Haushalt zu halten seien, sagte Warncke. Von Sonderwünschen gehe er eigentlich nicht mehr aus. „Wir wollen einen Zweckbau gestalten“, sagte der Verwaltungschef. Mit Argusaugen werde die FDP Rathaus und Kosten verfolgen, kündigte Charles Sievers an. „Wir hoffen, dass es kein Luftschloss, sondern ein Rathaus wird“, sagte er.

Fast einstimmig war vorher die Friedhofsgebührensatzung beschlossen worden, nachdem mit der neuen Friedhofssatzung der Weg für neue Bestattungsformen freigemacht worden war. Die Fraktionen hatten sich darauf verständigt, die Gebühren-Anhebung in zwei Schritten vorzunehmen. Die vorgelegte Kalkulation sei unantastbar, sagte Joachim Kuhls (SPD). Die Idee sei es, die Erhöhung in zwei Schritten vorzunehmen: 70 Prozent 2017, 30 Prozent 2018.

Die CDU unterstütze diese Regelung, signalisierte Hartmut Ostermann. Er glaube, dass die Erhöhung die nächsten fünf Jahre abdecken werde. Auch Egbert Ehm signalisierte für die UB-UL-Gruppe Zustimmung. Angesichts der breiten Einmütigkeit sprach er vom „Wunder von Ahnsbeck“. Widerspruch kam von Warncke. „Der große Friedhof Lachendorf subventioniert die kleinen Friedhöfe“, stellte er fest. 70 Prozent seien keine Kostendeckung, er werde dem Vorschlag nicht zustimmen. Die Fraktionen argumentierten in der Diskussion mit dem Begriff Solidargemeinschaft, doch Warncke ließ sich nicht umstimmen. Bei seiner Gegenstimme und einer Enthaltung wurde die 70-30-Regelung beschlossen.

Von Joachim Gries