Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Ahnsbeck Neue Windgeneratoren in Planung
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Neue Windgeneratoren in Planung
17:14 24.05.2011
Drehen sich bald bei Ahnsbeck zwölf Windkraftanlagen? Quelle: Joachim Gries
Ahnsbeck

Neue Windgeneratoren in Planung

Die Planung für neue Windkraftanlagen bei Ahnsbeck soll Eigentümer

AHNSBECK. „Die Projektentwickler werden das in die Hand nehmen“, sagt Ahnsbecks Bürgermeister Ulrich Kaiser. Es geht um bis zu zwölf Windkraftanlagen, die bei Ahnsbeck entstehen sollen, und es geht um richtig viel Geld, das dabei investiert wird. Kaiser schätzt die Summe auf 70 bis 80 Millionen Euro. Und es geht um Geld für die rund 70 Eigentümer, die Flächen im Bereich der geplanten Windgeneratoren haben.

Die Eigentümer haben in der vorletzten Woche erneut zusammengesessen. Dabei sei es um die weitere Vorgehensweise gegangen, sagt Kaiser. Man habe sich darauf verständigt, dass eine Gruppe bestehend aus drei Eigentümern, aus Gemeinde sowie Martin Albers als Vertreter des Landvolks eine Empfehlung abgeben soll, welcher Projektentwickler den Zuschlag erhalten soll.

Gesprochen wird zur Zeit mit drei Unternehmen, das Unternehmen, das dann den Zuschlag erhält, soll sich dann um die Planung kümmern. „Eigentümer und Gemeinde dürfen keine Kosten haben“, sagt Kaiser.

Tatsache ist, dass an der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Lachendorf geändert werden muss. Denn in dem ist als Vorrangfläche für Windenergie nur der Schmarloh ausgewiesen. Hier sind weitere Windkraftanlagen im Gespräch, die geplanten Anlagen bei Ahnsbeck liegen aber außerhalb des Gebietes. Kaiser sieht auch eine Möglichkeit, über die Fortschreibung des Raumordnungsprogramms leichter ans Ziel zu kommen.

Der Ahnsbecker Bürgermeister räumt ein, dass das Thema neuer Windkraftanlagen Konfliktpotenzial beinhaltet. Es werde sicherlich große Diskussionen geben. Einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes habe er noch nicht gestellt. „Ich bin kein Freund von Luftballons“, sagte Kaiser. Erst müsse der Projektentwickler aufzeigen, was tatsächlich möglich sei.

Gleichwohl hat Kaiser daran gedacht, beim Samtgemeinderat einen Grundsatzbeschluss zu beantragen. Und als Argumente, über neue Windkraftanlagen nachzudenken, führt er den Klimawandel, den Ausstieg aus der Atomenergie und auch die Einnahmen für Gemeinde und Samtgemeinde ins Feld.

Wenn über die Änderung des Flächennutzungsplans nachgedacht wird, kommt auch in anderen Bereichen der Samtgemeinde Lachendorf Bewegung in das Thema, ist sich Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke sicher: „Es gibt eine Reihe von Interessenten“, sagt er und verweist auf die Bereiche Metzingen, Hohnhorst/Bunkenburg und Jarnsen, wo Investoren weitere Windkraftanlagen bauen wollen. Bei der Ausweisung der Vorrangfläche Schmarloh habe ein Gesamtkonzept vorgelegen, für das ein Riesenaufwand betrieben worden sei.

Von Joachim Gries