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Ahnsbeck Windkraft in Ahnsbeck im Fokus
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Windkraft in Ahnsbeck im Fokus
20:08 10.11.2014
Quelle: Alex Sorokin
Ahnsbeck

Die auf einer Karte des Landkreises Celle ausgewiesenen Vorrangflächen für die Windenergienutzung sind in der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Ahnsbeck mit Interesse zur Kenntnis genommen worden. Das stellte Bürgermeister Ulrich Kaiser nach der Zusammenkunft fest. „Die grünen Flächen auf der Karte decken sich weitgehend mit den Ahnsbecker Vorstellungen“, sagte Kaiser. Er machte aber klar, dass die Überlegungen des Landkreises erst ganz am Anfang stünden.

Im Bereich Ahnsbeck ebenso wie im Bereich Eldingen weist die vom Landkreis vorgelegte Karte mögliche Standorte für neue Windkraftanlagen aus. Und in beiden Kommunen gibt es seit Jahren auch Interesse sowohl von Seiten der Landwirte, die die Flächen zur Verfügung stellen würden, als auch von Investoren, die neue Generatoren errichten wollen. Allerdings müssen diese Flächen vom Landkreis erst genauer unter die Lupe genommen werden, um auszuschließen, dass die Pflanzen- und Tierwelt nicht beeinträchtigt wird.

„Mit einem Flächennutzungsplan könnte die Samtgemeinde Lachendorf fast ein Jahr sparen“, vermutet Kaiser. Die Investoren, die im Ahnsbecker Raum neue Windkraftanlagen bauen wollen, hätten notwendige Gutachten nämlich bereits erarbeiten lassen. Die avifaunistischen Untersuchungen seien wahrscheinlich mehr in die Tiefe gegangen als die, die der Landkreis erst noch in Auftrag geben müsse. Deshalb sei auszuloten, ob die bereits vorliegenden Gutachten vom Landkreis anerkannt würden. Damit könne Zeit und vom Landkreis auch Geld gespart werden. Im Kreisausschuss in der kommenden Woche soll nach Kaisers Worten das Thema Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf der Tagesordnung stehen.

Kaiser kündigte an, im Lachendorfer Samtgemeinderat nach einer Mehrheit für eine Flächennutzungsplan-Änderung zu suchen. „Es geht um viel Geld“, sagte der Bürgermeister. Nicht nur für die Landwirte, die Investoren und die Gemeinde Ahnsbeck, auch die Samtgemeinde und der Landkreis könnten durch die Umlage davon partizipieren. Auch mit Blick auf eine Änderung der EEG-Umlage im Jahr 2017 mache rasches Handeln Sinn. Wenn das regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Anfang 2016 vorliege, könne die Zeit knapp werden. „Time is Money“, sagte Kaiser. Späteres Handeln könne für den Lachendorfer Raum auch mit richtig vielen Nachteilen verbunden sein. Deshalb werde er versuchen, für die Pläne im Lachendorfer Samtgemeinderat eine Mehrheit zu finden. Kaiser kündigte an, mit den Fraktionen zu sprechen.

Im Bereich der Gemeinde Eschede sieht die vom Landkreis vorgelegte Karte nach den Worten von Bürgermeister Günter Berg „nur ganz kleine Fuzzel“ vor. Dabei gehe es weitgehend um Flächen, auf denen heute schon Windkraftanlagen stehen. „So komme für Eschede allenfalls eine Verdichtung in Frage. „Wir müssen abwarten“, sagte Berg.

Von Joachim Gries