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Beedenbostel Geld für die Aschau-Niederung
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Beedenbostel Geld für die Aschau-Niederung
17:58 11.04.2016
Beedenbostel

Landwirtschaftsminister Christian Meyer hatte gestern entschieden, dass 19 neue Dorfregionen in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen werden. Mit dabei die Aschau-Niederung. „Durch die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm haben die Ortschaften nun die Chance auf eine besondere Förderung durch das Land“, freute sich der Abgeordnete.

Warncke war positiv gestimmt, dass wenige Tage nach der Zusage aus der Städtebauförderung für Beedenbostel erneut Fördermittel für die Region angekündigt werden. Allerdings müsse erst der Förderbescheid aus Hannover vorliegen, bevor es richtig losgehen könne. „Eine gute Sache, wir sind froh“, kommentierte Berg die Förderzusage.

Im Juni 2015 hatten Interessierte aus der Aschau-Niederung in Höfer zusammengesessen und Ideen für den Antrag zur Aufnahme in die Dorferneuerung zusammengetragen. Die Mitarbeit der Einwohner aus den Dörfern ist auch in den kommenden Monaten gefragt, wenn zusammen mit einem Planungsbüro der Dorferneuerungsplan erarbeitet wird.

Ist er in etwa einem Jahr zu Papier gebracht, können erste Aussagen zum finanziellen Rahmen gemacht werden. In einer Zielvereinbarung mit dem Land wird dann festgeschrieben, was tatsächlich machbar ist. Frühestens im Herbst kommenden Jahres, so Warnckes Einschätzung, können dann erste Vorhaben verwirklicht werden. Sechs bis sieben Jahre sollen die Fördergelder in die Aschau-Niederung fließen.

Nach Warnckes Worten gibt es viele Projektideen. In Gockenholz wünschen sich die Einwohner ein Dorfgemeinschaftshaus, dort wird aktuell auch nach einem neuen Kinderspielplatz gesucht. In Jarnsen wird über die Erweiterung des Dorfgemeinschafthauses nachgedacht, bei der Einrichtung in Bunkenburg könnte das Umfeld umgestaltet werden. Auch Straßensanierung und die Überarbeitung von Wegen gehörten zur Wunschliste. „Bei uns gibt es eine Vielzahl kleinerer Vorhaben“, so der Lachendorfer Verwaltungschef.

Berg sieht für Eschede, Habighorst und Höfer ebenfalls eine Vielzahl von Projekten. So sollen leerstehende landwirtschaftliche Gebäude in den Dörfern im Fokus stehen. Auch bei der Straßenbeleuchtung sieht Berg Handlungsbedarf, ebenso bei der Haesler-Siedlung in Höfer. Besonders verweist der Escheder Verwaltungschef auf die Förderung privater Projekte, bei denen die Antragsteller rund 25 Prozent Zuschüsse erhalten.

Mit den 19 neu ins Programm aufgenommenen Verbundkommunen werden in Niedersachsen jetzt 304 Dorfentwicklungsverfahren gefördert. Für sie alle stellt die Landesregierung laut Schmidt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER zwischen 2014 und 2020 insgesamt 116 Millionen Euro zur Verfügung. „Noch nie gab es so viel Fördermittel für den ländlichen Raum wie unter Rot-Grün“, stellt Schmidt fest.

Von Joachim Gries