Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Beedenbostel Interview mit TV-Schauspieler Hans-Heinrich Hardt
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Beedenbostel Interview mit TV-Schauspieler Hans-Heinrich Hardt
03:38 27.02.2018
Von Karin Dröse
Beedenbostel

Woran erinnern Sie sich besonders gern?

Dazu gehört auf alle Fälle die Aschau, die durch den Ort fließt, mit der tollen Badestelle bei Seilers, wo wir geplanscht haben. Auch an den alten Fußballplatz an der Bahnstrecke, wo wir stundenlang in sengender Hitze gebolzt haben, die Zeit vergaßen und völlig verdreckt zu spät nach Hause kamen, erinnere ich mich gut. Dann an den Tischtennisverein, mit dem wir zu Turnieren fuhren, Erfolge über Land hatten und weit entfernte Orte wie Eicklingen, Oldendorf und Lachendorf kennenlernten.

Gibt es etwas, was Sie am Landleben gestört hat?

Mit 16/17 Jahren haben mich die eingeschränkten Fahrverbindungen in die Großstadt Celle gestört. Abends nach dem Tischtennis-Training in Celle kam man nicht zurück nach Beedenbostel und musste immer gebracht werden. Die Zeit ohne Führerschein und Auto war verkehrstechnisch problematisch.

Warum sind Sie Schauspieler geworden?

Ich habe zuerst Volkswirtschaft und Soziologie studiert mit Diplom, aber merkte schnell, dass das nicht mein Ding ist. Als Taxifahrer habe ich dann mit einem Kollegen auf Veranstaltungen Szenen aus dem Leben eines Taxifahrers nachgespielt. Vier Stühle in zwei Reihen, einer spielte den Fahrer, der andere den Gast: Besoffene, Psychopaten, Prostituierte, Geschäftsreisende . . . Es machte Spaß, gab Applaus und deshalb beschlossen wir: Wir werden jetzt Schauspieler. Aber ich war schon immer ein kleiner Kasper, wenn auch sehr scheu und ängstlich. Ich habe gern zu Hause die Lehrer nachgemacht.

Sie haben auch als Theaterschauspieler gearbeitet. Mögen Sie es lieber, vor Publikum auf der Bühne zu stehen oder Kino- oder TV-Produktionen zu drehen?

Ich war zehn Jahre festes Ensemblemitglied am Kleisttheater in Frankfurt an der Oder, gleich nach der Wende von 1990 bis 2000. Ich war einer von den wenigen Schauspielern, die vom Westen in den Osten gegangen sind. Die ehemalige DDR hatte die größte Theaterdichte der Welt und sehr gut ausgebildete Schauspieler. Dort habe ich viel gelernt. Das Live-Erlebnis vor Publikum ist etwas, was mir sehr fehlt beim Filmen. Auch die lange intensive Probenarbeit am Theater im eingeschworenen Team gibt es beim Film in der Regel nicht. Dafür wird man beim Film mit der Taxe abgeholt, kommt rum, lernt viele Leute kennen. Aber man arbeitet und bereitet sich allein im stillen Kämmerchen vor.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?

Entweder ich bereite mich auf eine Rolle vor, das heißt, dann Text lernen, Text lernen, Text lernen, oder ich arbeite eine Lesung aus, suche dafür Texte und stelle sie zusammen. Aber ich bin auch im Garten oder in der Küche. Das ist ja auch Arbeit?

Wie stark kann die Maske Sie verändern?

Die Maske kann einen im Theater schon sehr verändern. Damit war ich auch schon 150 Jahre alt, Monster, Teufelchen, Gartenzwerg oder Frau. Allerdings hat man nie versucht, mich als Latinlover zu schminken. Im Film wollen die Macher in der Regel ja nur meinen Typ.

Wann und in welcher Produktion kann man Sie demnächst im Fernsehen sehen?

Ich bin am Samstag, 10. März, 20.15 Uhr, in der Krimi-Serie „Ein starkes Team“ im ZDF zu sehen.

Bleibt Ihnen Zeit für Hobbys?

Ich beobachte meine 13 Oleander, die jetzt gerade im Keller sind. Ab Minus 7 Grad müssen sie rein. Ich lese gern, am liebsten Zeitung.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihrer alten Heimat?

Nach dem Tod unserer Eltern habe ich keinen Kontakt mehr zu Beedenbostel. Aber mein Freund und ehemaliger Schulkamerad Rainer Liman hält mich mit Fotos und Anekdoten auf dem Laufenden.

„Die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses ist dieses Jahr ganz klar unser Hauptanliegen“, erzählt Beedenbostels Bürgermeister Joachim Kuhls. Die Baugenehmigung sei da, die Ausschreibung bereits erfolgt, nun müsse nur noch gebaut werden. „Wenn alles so klappt wie erhofft, ist das Richtfest im Juni und die Einweihung vielleicht schon vor Weihnachten“, sagt Kuhls.

Audrey-Lynn Struck 25.01.2018

Anfang des Jahres wollte Anneliese Marwede in ihrer heimischen Filiale der Volksbank Südheide in Beedenbostel wie gewohnt einen Kontoauszug drucken – doch der Kontoauszugsdrucker war abgebaut worden. "Das ist ziemlich kundenunfreundlich", kritisiert die Beedenbostelerin.

09.01.2018

Wer einen Sitzplatz haben wollte, musste früh da sein. Traditionell war die Martinskirche in Beedenbostel bis auf den letzten Platz besetzt, als die musikalischen Gruppen des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf sich beim großen Konzert weihnachtlich eingroovten.

17.12.2017