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Beedenbostel Landjugend-Aktion: Am Sonntagabend soll alles fertig sein
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Beedenbostel Landjugend-Aktion: Am Sonntagabend soll alles fertig sein
22:32 28.05.2015
Die Beedenbosteler Landjugend soll hier einen Steg in den Teich bauen und die Bank durch eine Liege mit viel Platz ersetzen. Die Ahnsbecker Landjugend zeigte gestern Abend ebenfalls Flagge.  Quelle: Joachim Gries
Beedenbostel

Die Uhr läuft: Bis Sonntag, 18 Uhr, haben die Aktiven der Landjugend Lachtetal in Ahnsbeck sowie der Landjugend Beedenbostel Zeit, die ihnen gestern Abend gestellten Aufgaben zu erledigen. Die beiden Ortsgruppen beteiligen sich an der 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend unter der Schirmherrschaft von Eva Brenner, die bei RTL2 die Sendung „Zuhause im Glück“ moderiert.

Donnerstagabend, 18 Uhr, am Dorfgemeinschaftshaus Beedenbostel: Gespannt wartet rund ein Dutzend junger Leute auf den „Agenten“, der ihnen ihre Aufgabe überbringt. Der „Agent“ ist Bürgermeister Ulrich Lange. Er überreicht den Umschlag, Landjugend-Vorsitzender Kersten Marwede liest vor. Bis Sonntagabend soll im Biotop am Ortseingang Höfersche Straße ein Steg gebaut werden, der in den Teich ragt. Zudem soll eine Sitzmöglichkeit geschaffen werden, ein Landschaftsmöbel, das den Benutzern in bequemer Position den Blick in die grüne Natur und aufs Wasser ermöglichen soll.

Gemeinsam mit Lange sowie Vertretern örtlicher Vereine wird anschließend beim Ortstermin das Gelände in Augenschein genommen. Der Bürgermeister erläutert, dass wegen der Lage im FFH-Gebiet besondere Rücksicht genommen werden müsse. „Heute Abend planen wir, morgen geht es tatkräftig los“, sagte Marwede auf dem Rückweg zum Dorfgemeinschaftshaus. „20 werden dabei sein“, vermutet er. 40 aktive Mitglieder hat die Landjugend Beedenbostel zurzeit, doch einige studieren und sind nicht vor Ort. Andere hätten sich den Freitag vom Schulunterricht befreien lassen oder freigenommen, um voll mit anpacken zu können. "Am Samstag und Sonntag sind wir gut vertreten", sagt Marwede.

Obwohl die genaue Aufgabe nicht bekannt war, habe man einen groben Plan und auch schon Maschinen bereitgestellt. Mit der Bewerbung habe man vom Landesverband Unterlagen bekommen, aus denen zu entnehmen war, was zu beachten sei und welche Sicherheitsvorkehrungen zu berücksichtigen seien. Sonntag soll um 18 Uhr das fertige Ergebnis vorgestellt werden, anschließend findet am Dorfgemeinschaftshaus ein Grillfest statt, zu dem die Landjugend die Dorfgemeinschaft einlädt.

Einen Katzensprung weiter in Ahnsbeck am Donnerstagabend um 18 Uhr ein ähnliches Bild: Am Hotel Restaurant Heidehof taucht „Agent“ Matthias Thies auf und gibt die Aufgabe preis. Hier soll die Landjugend eine interaktive Ortsführung erarbeiten und dazu markante Punkte im Dorf, interessante Geschichten aus alten Zeiten sowie plattdeutsche Grundkenntnisse miteinander verknüpfen und so eine kurzweilige Tour für Einwohner wie Touristen „komponieren“. Ein Laufplan oder Flyer soll später in der Bücherei erhältlich sein. Zudem soll für das Dreieck beim Bäcker ein neuer Ortsplan entstehen, daneben ein Rastplatz mit Fahrradständer und Sitzmöglichkeiten. Auch hier soll zum Abschluss von der Landjugend eine Veranstaltung organisiert werden.

Thies, der heute im Rat der Gemeinde Ahnsbeck sitzt und in die Rolle des „Agenten“ geschlüpft war, hatte vor einigen Jahren selber zu den Aktiven der Landjugend in Ahnsbeck gehört. Bei der 72-Stunden-Aktion 2007 war er ihr Vorsitzender. Damals hatten die jungen Ahnsbecker 210 Meter Holzzaun um den alten Schulhof gezogen, auf dem das Backhaus und der Spielplatz stehen. Vier Jahre später war an gleicher Stelle eine Boule-Bahn von der Landjugend gebaut worden. Die Beedenbosteler Landjugend hatte vor acht Jahren die Außenanlagen am Dorfgemeinschaftshaus gestaltet.

Insgesamt nehmen in diesem Jahr an der 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend 97 Ortsgruppen teil. Ziel der seit 1995 alle vier Jahre stattfindenden Aktion ist es, etwas Bleibendes, Nachhaltiges für das Dorf zu schaffen und durch die Aktion die Gemeinschaft im Dorf zu stärken.

Von Joachim Gries