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Eldingen Bei Kükemück macht Arbeiten und Einkaufen Spaß
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15:01 23.11.2018
Von Carsten Richter
Drei Generationen in einem Betrieb: Lukas, Hartmut und Frank Kükemück. Quelle: David Borghoff
Eldingen

Der typische Duft von Fleisch- und Wurstwaren steigt einem beim Betreten des Geschäfts sofort in die Nase – und den wird man so schnell nicht wieder los. Das hier ist nichts für Vegetarier. Wer aber tierische Produkte mag, kann sich gar nicht satt sehen an dem reichhaltigen Angebot an der Theke. Die Fleischabteilung ist das Herzstück bei Kükemücks.

Trotz viel Arbeit eine entspannte Atmosphäre

Klein, übersichtlich, familiär: So präsentiert sich das Traditionsfachgeschäft an der Mittelstraße in Eldingen. Morgens um halb zehn herrscht hier schon emsiges Treiben. Das ist bereits vor dem Laden spürbar. Wie im Taubenschlag halten Autofahrer an, während andere wieder wegfahren. Auch drinnen geht es ziemlich wuselig zu. Doch obwohl alle Mitarbeiterinnen gut zu tun haben, gibt es keinen Stress. Im Gegenteil: Es wird viel gelacht. „Wir verstehen uns alle gut. Das ist wichtig, gerade in einem kleinen Betrieb“, sagt Silvia Grimm. Die 52-Jährige verkauft hinterm Tresen die Backwaren. Oder sie packt Waren aus. Oder sie übernimmt die Kasse. Je nachdem, wo Bedarf ist. „Bei uns macht jeder alles. Das bringt ja auch viel mehr Spaß“, erzählt sie. Ihre Kollegin Erika Krause ist schon seit 27 Jahren dabei. Im nächsten Jahr wird sie 65 und geht in Rente. „Ein komisches Gefühl“, sagt sie und lässt durchblicken, dass sie danach noch hin und wieder aushelfen möchte.

Niemand ist sich für eine Tätigkeit zu schade

Seit Anfang 2004 führen Frank und Dunja Kükemück den Betrieb in der dritten Generation. Franks Großeltern Arthur und Irma haben die Fleischerei 1953 eröffnet, zwei Jahre zuvor hatten sie in Celle ihr erstes Geschäft gegründet. Ob Chefin oder Angestellte, jeder packt mit an und niemand ist sich für irgendeine Arbeit zu schade. Dunja Kükemück greift zum Etikettiergerät. „Klack, klack, klack“ macht es, wenn die orangefarbenen Preisschilder auf die Verpackungen gezogen werden. Ein Geräusch, das heutzutage in den großen Supermärkten nicht mehr zu hören ist. „Einen Scanner haben wir nicht“, sagt die 46-Jährige – hier wird eben noch alles per Hand erledigt.

Geschäft freut sich über viele Stammkunden

Dass das Geschäft nicht mit den modernen Märkten mithalten kann, stört niemanden. Denn von Obst bis zu Nudeln und Süßigkeiten bekommen die Kunden alles für den täglichen Bedarf. Horst Schrader ist einer von vielen Stammkunden. „Ich kenne das Geschäft von Kindheit an. Kükemück hat die beste Bregenwurst, die es gibt“, schwärmt der 85-Jährige. „Ich gehe in keinen Supermarkt. Hier sind alle so freundlich und die Waren sind gut“, so Schrader.

Seniorchefin geht im kommenden Jahr in Rente

Jeden Tag wird ein anderes warmes Gericht angeboten. Waltraud Kükemück bereitet in der Küche Frikadellen zu. Auch dabei kommt keine Maschine zum Einsatz. „Ich bin die Oma fürs Grobe“, sagt die Seniorchefin und lacht. 1972 hat sie den Betrieb mit ihrem Mann Hartmut übernommen. Am 1. Januar geht die 65-Jährige in Rente, dann will sie ein wenig kürzer treten. Von 100 auf 0 – das aber ginge nicht, sagt sie. Zu vielen Kunden hat sie engen Kontakt. „Eine Kundin hat mal gesagt, Sonntag sei der schlimmste Tag. Dann könne sie hier nicht einkaufen.“

Ganze Familie ist mit Herzblut dabei

Kükemücks haben großes Glück, Enkelsohn Lukas tritt in die Fußstapfen seiner Eltern und Großeltern. Wenige Gehminuten entfernt macht er in der Produktion des Familienbetriebs eine Lehre zum Fleischer. An das frühe Aufstehen hat sich der 17-Jährige schon gewöhnt. „Gegen 4 Uhr fangen wir an“, erklärt sein Vater Frank. Zunächst wird das Mett zubereitet, das gegen 5.30 Uhr ins Geschäft gebracht wird. Um 6 Uhr öffnet der Laden. Die Männer produzieren, was die Frauen dann verkaufen. „Wir machen Arbeitsteilung, so gibt es keinen Streit“, scherzt er. Man merkt: Die ganze Familie ist mit viel Herzblut dabei.

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