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Eldingen Eldinger sammeln "Berg" an Kleiderspenden
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen Eldinger sammeln "Berg" an Kleiderspenden
17:05 03.04.2018
Die Kleidersammler (von links) Margret Fuhlrott, Ute Lahme und Jürgen Henheik waren besonders fleißig. Quelle: David Borghoff
Eldingen

Viele Kirchengemeinden im Landkreis folgen der Aufforderung und sammeln eifrig mit. Dabei kamen in diesem Jahr aus dem Kirchenkreis Celle 24 Tonnen an Kleidungsstücken zusammen. Die Eldinger waren mit ihrem Anteil am fleißigsten. Keine andere Gemeinde in Celle brachte mehr Spenden zusammen.

„Ich kann es gar nicht glauben", sagt Margret Fuhlrott. Als die Vorstandsvorsitzende der Kirchengemeinde Eldingen erfährt, wie viel sie und ihre Helfer gesammelt haben, kommt sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Sie wusste zwar, dass sie dieses Jahr eine gute Ausbeute gemacht hat, „aber so viel hätte ich nicht gedacht. Man zählt ja nicht nach".

Fuhlrott ist seit 18 Jahren im Vorstand der Kirchengemeinde Eldingen und seitdem auch an den Sammlungen beteiligt. Dieses Jahr halfen ihr zehn weitere Mitglieder aus der Pfarrgemeinde, um die Spenden zusammenzutragen. „Immer, wenn der Termin bevorsteht, denkt man sich ‚Oh je‘“, erklärt Fuhlrott. Denn die Aktion ist mit viel Arbeit verbunden. Doch am Ende des Tages sind die 65-Jährige und ihre Helfer stolz auf ihre Leistung.

In diesem Jahr war die Arbeit in etwa zwei Stunden erledigt. Danach wurden die Kleidersäcke von Stiftungswagen abgeholt. Von Eldingen und den anderen Sammlungsorten werden sie weiter nach Helmstedt gebracht. Dort begutachten Stiftungsmitarbeiter die Spenden. Anschließend werden sie gelagert oder direkt weiterversendet.

„Vieles davon geht an Bedürftige in Osteuropa, aber auch nach Deutschland“, sagt Markus Böck, Sprecher der Deutschen Kleiderstiftung. Manches wird auch an Händler verkauft, um die Arbeit der Stiftung zu finanzieren. „Was wohin kommt, wird im Einzelfall entschieden“, sagt Böck. Die Stiftungsmitarbeiter versuchen bei ihrer Arbeit darauf zu achten, die richtige Kleidung an Bedürftige zu verteilen. Das bedeutet: „Wenn es in der Ukraine kalt ist, schicken wir gezielt warme Jacken dorthin“, so Böck. Diese Auswahl an Kleidungsstücken würde die Stiftung von anderen Hilfsorganisationen unterscheiden, die weniger spezifisch vorgehen.

„Im Einzelfall gehen wir dabei auch auf individuelle Bedürfnisse ein. Wenn wir zum Beispiel wissen, dass eine Familie Schuhe braucht“, sagt Böck. Ansonsten verlässt sich die Stiftung auf ihre Kooperationspartner – zumeist Kirchen und Gemeinden –, um die Spenden dorthin zu bringen, wo sie den meisten Nutzen entfalten.

Dabei kommt es auch auf die ehrenamtliche Arbeit von Menschen wie Margret Fuhlrott an. Sie half nicht nur beim Sammeln, sondern versucht auch selbst jedes Jahr etwas von ihren eigenen Sachen an die Deutsche Kleiderstiftung zu spenden. „Ich sortiere das ganze Jahr über Kleidung aus. Denn wenn der Termin ansteht, fällt einem oft spontan nicht ein, was man abgeben könnte“, so Fuhlrott.

Die Vorstandsvorsitzende hat während der vergangenen Jahre gemerkt, dass immer mehr gespendet wird. „Das ist wohl auch eine Frage des Alters“, sagt sie. In unserer heutigen Konsumgesellschaft fallen schneller Sachen an, die die Leute bereitwillig weggeben. „Meine Mutter hatte da noch eine ganz andere Mentalität. Die hat die Sachen so lange getragen, bis sie kaputt waren.“

Zwei Veranstaltungen an einem Tag waren in der Gemeinde Eldingen bisher keine Seltenheit. Die Terminüberschneidungen sollen nun minimiert werden.

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