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Eldingen Heitere Geschenke zum Jubiläum der Bücherei Eldingen
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen Heitere Geschenke zum Jubiläum der Bücherei Eldingen
19:13 20.06.2016
50 Jahre Gemeindebücherei Eldingen (von links): Bürgermeister Joachim Lübbe, Rezitator Hermann Wiedenroth, Büchereileiterin Eila Brendel-Müller und Bernd Rauschenbach von der Arno Schmidt Stiftung Quelle: Joachim Gries
Eldingen

Eldingens Bürgermeister Joachim Lübbe erinnerte daran, dass es Lehrer Gerd Wilhelm Rotermund war, der die Bücherei vor 50 Jahren aufbaute und über Jahrzehnte in mühevoller Kleinarbeit betreute. Unterstützung erfuhr er dabei von seiner Ehefrau Toni. Ende Januar 2002 schied Rotermund aus und Eila Brendel-Müller übernahm. „Es ist ein Glücksfall, dass wir sie für diese Aufgabe gewinnen konnten“, stellte Lübbe fest. Seit 2004 trägt die Bücherei den Namen von Georg-Wilhelm Rotermund.

Seit diesem Jahr erfährt die Bücherei neben dem Budget der Gemeinde auch Unterstützung von der Arno-Schmidt-Stiftung. Sie half bei Umbau und Ausstattung, sie hilft seither mit Buchspenden und mit Autorenlesungen. Lübbe dankte dafür Bernd Rauschenbach vom Vorstand der Stiftung. Ebenso dankte er Jürgen Brandes von der Bibliotheksgesellschaft Celle für eine Spende. „Eine gut aufgestellte Bücherei ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“ stellte Bürgermeister Lübbe fest, bevor er auch dem Antiquar und Verleger Hermann Wiedenroth für die seit 2004 stattfindenden Lesungen in der Bücherei und in der Schule dankte.

Brendel-Müller nannte die Zusammenarbeit mit Rauschenbach und Wiedenroth grandios. Bei jeder Jugendbuchwoche werde sie von der Stiftung unterstützt. Die Leiterin verfeinerte den Rückblick und erinnerte daran, dass Rotermund, der seit 1953 Lehrer an der damals einzügigen Schule in Eldingen war, den ersten Bestand der Gemeindebücherei zusammenstellte, als die kleinen Schulen der Dörfer ringsum schlossen und die Mittelpunktschule öffnete.

Mit Blick auf Internet und Buch-Downloads stellte Brendel-Müller fest: „Auch wir in der kleinen Gemeindebücherei werden nicht auf diesem Stand stehenbleiben.“ Ab Klasse eins kämen die Schüler zur Ausleihe. „Lesekompetenz ist die Voraussetzung für den beruflichen Erfolg“, sagte Brendel-Müller, bevor sie einen Überblick über ihren Bestand gab.

Sie bedankte sich bei Kirsten Meinecke, die ihr in der Bücherei hilft und sie bei Abwesenheit vertritt, mit einem Gutschein. Ebenso bei Bernd Rauschenbach, der ihr 800 Euro überreichte, die Besucher der Arno-Schmidt-Stiftung für die Bücherei hinterlassen hatten. War der Vortrag „Der schwarze Adenauer“ aus seinem jüngsten Buch schon kurzweilig, so steigerte Wiedenroth die Heiterkeit der Zuhörer noch, als er die Rotkäppchen-Fassung von Joachim Ringelnatz vortrug. Es war nämlich die Großmutter, die Wolf, Rotkäppchen und Jäger mit Haut und Haar fraß.

Die Bücherei verfügt über rund 8500 Bände, etwa 300 aktive Leser nutzen das Angebot regelmäßig. Dienstags und freitags von 17 bis 19 Uhr ist zum Büchertausch geöffnet.

Von Joachim Gries