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Eldingen In 14 Tagen erklingt wieder die Orgel
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen In 14 Tagen erklingt wieder die Orgel
17:05 13.09.2013
Von außen strahlt die Orgel schon in frischem Glanz, im Innern hat Udo Feopentow noch Arbeit vor sich. Quelle: Joachim Gries (2)
Eldingen

Ende September endet in der St. Marienkirche in Eldingen die orgellose Zeit. Mit dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten an dem Instrument ist die Renovierung der Kirche abgeschlossen, die im vergangenen Jahr nach der Konfirmation begann. Nachdem der Kirchenraum und das Gestühl gestrichen, die Elektroinstallation und die Beleuchtung erneuert worden war, finden die Gottesdienste bereits seit dem 9. Dezember wieder in der Kirche statt.

Noch sieht das Umfeld der Orgel wie eine Werkstatt aus. An der Wand steht eine Hobelbank, fein säuberlich liegen auf einem großen Tisch auf der anderen Seite Werkzeuge aller Art. Hölzerne Orgelpfeifen auf dem Gestühl warten auf den Wiedereinbau. Orgelbaumeister Udo Feopentow hat noch eine Menge zu tun, bevor am 29. September die restaurierte Meyer-Orgel aus dem Jahr 1853 wieder erklingt.

In der Kirche war nur das leere Orgelgehäuse verblieben, alles andere hatte Feopentow mit in seine Werkstatt nach Oppershausen genommen und überarbeitet. Er kannte die Orgel schon länger, denn er hatte vorher schon die Wartung des Instruments übernommen. Kirchenvorstandsvorsitzende Margret Fuhlrott ist froh, dass Feopentow den Zuschlag erhielt. Das bedeute kurze Wege. Jetzt beim Stimmen arbeitet der Orgelbaumeister bis spät in die Nacht, wenn kein Lastwagen mehr an der Kirche vorbeirumpelt.

Organist Friedrich Ehlers ist begeistert von dem, was er bisher gehört hat. Er wird es künftig im Gottesdienst leichter haben: Bisher musste er 300 Gramm Druck auf die Tasten ausüben, damit ein Ton zu hören war, künftig reichen 150 Gramm.

290.000 Euro gibt die Kirchengemeinde für die Renovierung des Gotteshauses und die Restaurierung der Orgel aus, davon die Hälfte für das Instrument. Ursprünglich waren 260.000 Euro angesetzt worden. Finanzielle Unterstützung gab es von der Evangelischen Landeskirche Hannover, die 30 Prozent beisteuerte, dem Kirchenkreis Celle, der Klosterkammer Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und von der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Lüneburg, die projektbezogen für den Orgelprospekt 10.000 Euro gab. Die 42.000 Euro der Leader-Region Lachte-Lutter-Lüß gaben laut Fuhlrott den Ausschlag, dass letzlich die Orgel-Restaurierung angegangen wurde. Örtliche Vereine, viele private Spender und vor allem die Kirchengemeinde Eldingen brachten den Rest auf.

Von Joachim Gries