Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Eldingen Monumentale sinfonische Bilder
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen Monumentale sinfonische Bilder
17:44 24.09.2018
Die Pianisten Gregor Weichert und Tobias Bredohl bei ihrem Auftrittim Gutshaus Bargfeld. Quelle: Kimberly Wojahn
Bargfeld

Wiedereinweihung des renovierten Saals im Gutshaus Bargfeld mit zwei vollkommen unbekannten Pianisten, die sich als außerordentlich gut erwiesen. Die neuen Besitzer haben die Problematik ihrer Veranstaltungsscheune früh erkannt und eine Lösung für den Raum gesucht und letztlich eine Zwischendecke eingezogen, die es ermöglicht, dass dort nun tatsächlich Veranstaltungen stattfinden können, ohne dass man sich wegen der Kälte die Gesundheit ramponiert. Diese neue Decke macht den Raum beheizbar, lässt ihm aber seinen besonderen Reiz des Blickes in das noch vom Vorbesetzer wunderschön restaurierte historische Dach, indem man zwischen mehreren Balken im mittleren Bereich des Saales waagrechte Glasscheiben statt einer normalen Decke eingebaut hat. So hat man den Durchblick in den ausgeleuchteten Dachstuhl und die spezielle Atmosphäre im Raum bleibt erhalten. Und dadurch, dass man über die restliche Fläche bei einer ganz normalen Holzdecke geblieben ist, hat der Raum eine recht gute Akustik erhalten. Der Nachhall in der vollbesetzten Scheune war zwar etwas kurz und die Tragfähigkeit des Raumes für die Bässe der beiden Flügel hielt sich in Grenzen, aber insgesamt klangen die beiden Flügel doch ziemlich gut.

Vor allem aber überzeugten an diesem Abend die beiden Pianisten Gregor Weichert und Tobias Bredohl, die als Klavierduo an zwei Instrumenten gemeinsam die „Faust-Sinfonie“ von Franz Liszt spielten. Und wie! Nämlich so gar nicht, wie es heute üblich ist, als glatte Virtuosenmusik, in der man zeigt, was man technisch kann, sondern eher mit Understatement, dafür aber mit einer begeisternden Musikalität, die von größter Stilkenntnis geprägt war. Geradezu bescheiden wirkten die beiden Pianisten: Gregor Weichert als der deutlich ältere, der zudem früher einmal Lehrer des Jüngeren war, hatte klar die Zügel in der Hand. Von ihm aus schienen die grundsätzlichen musikalischen Entscheidungen gekommen zu sein, die Bredohl in der Umsetzung und in der künstlerischen Ergänzung bestens vervollständigte.

Beide spielten das gigantische sinfonische Werk von Liszt, das dieser selbst für zwei Klaviere bearbeitete, mit sehr viel Sinn für die Klangwirkungen, die auf zwei Klavieren erzielbar sind. Da stand nicht der einzelne Ton im Zentrum des Spiels, sondern immer die große melodische Linie oder die klangfarbliche Faktur des Stückes. So vermittelt sich dann auch die Modernität des Stückes gleichermaßen wie sein poetisches Programm und auch das, was man im konventionellen Sinne als die thematische Arbeit bezeichnen könnte.

Weichert hatte vorab das 70-minütige, in drei Figurenporträts aufgeteilte Stück noch sinnfällig erläutert und damit die Zuhörer bereits darauf hingewiesen, auf was man beim Hören achten solle. Aber man hörte noch viel mehr, denn die beiden Pianisten erwiesen sich als kongenial sich ergänzende Musiker, die ihre enorme musikalische Gestaltungskraft ganz in den Dienst an die Musik stellten und trotzdem beim Spiel ein ganz eigenes Profil entwickeln. Eine seltene Kombination. Ein ganz starker Abend vor ausverkauftem Haus.

Von Reinald Hanke

Wegen des Verdachts der Tierquälerei hat am Dienstag ein 65-jähriger Hundebesitzer aus Eldingen Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Sein zwölf Jahre alter Hund Paul habe am Samstag Vergiftungserscheinungen gezeigt.

Simon Ziegler 15.08.2018

Metzingens Segelflugplatz bekommt Konkurrenz, bisher war er das einzige Aushängeschild des kleinen Ortes, nun gesellt sich ein musikalisches Event hinzu.

06.08.2018

Morgens um halb zehn dreht in Grebshorn ein Ufo seine Runden. Das unbekannte Flugobjekt in Form eines kleinen Flugzeugs erinnert an eine unbemannte Drohne der Bundeswehr. Ob es sich auch um eine handelt, kann eine Sprecherin der Truppe nicht verraten.

18.09.2018