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Eldingen Neuer Windpark noch dichter an Grebshorn?
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen Neuer Windpark noch dichter an Grebshorn?
18:29 26.09.2018
Von Carsten Richter
Im Bereich Schmarloh gibt es bereits viele Windräder. Östlich von Grebshorn könnten weitere entstehen. Quelle: Carsten Richter
Grebshorn

Seit Jahren schwebt der Bau weiterer Windkraftanlagen wie ein Damoklesschwert über der Gemeinde Eldingen. Nach wie vor ist unklar, wann und wie viele Windräder auf dem Gebiet der Gemeinde entstehen. Fest steht jetzt aber: Wenn die Investoren mit dem Bau der Anlagen beginnen, könnte der Abstand zu dem Wohnbereich östlich von Grebshorn – die Fläche ist als Vorranggebiet ausgewiesen – deutlich geringer ausfallen als bisher vorgesehen. Konkret heißt das: Der Abstand würde statt 1000 nur noch 500 Meter betragen.

Der Regionalverband Großraum Braunschweig (RVB) hatte das Gebiet Zahrenholz 1 / Wesendorf im angrenzenden Landkreis Gifhorn als „Vorranggebiet Windenergienutzung“ festgelegt. „Wir legen Gebiete fest, die sich grundsätzlich für eine Windenergienutzung eignen“, erklärt Kristin Kunath, Sprecherin des RVB. Die Realisierung obliegt hingegen den Investoren.

Warum aber hat sich nun der Siedlungsabstand verringert? Drei Mal wurden die Entwürfe zu den Vorrangflächen öffentlich ausgelegt. Die dritte Auslegung hat neue Erkenntnisse zu den Einzelhäusern am Zahrenholzer Weg in Grebshorn gebracht: „Da für diese Einzelhäuser ein Bebauungsplan fehlt, sind diese nicht als geschlossener Siedlungsbereich einzustufen“, sagt Kunath. Und dafür sehen die Kriterien des RVB einen Abstand von lediglich 500 Metern vor. Mit dem geringeren Abstand hat sich auch der Umfang eines potenziellen Windparks vergrößert – um etwa 2,5 auf 173 Hektar. Kunath betont, dass es dem RVB nicht um eine gezielte Erweiterung von Gebieten gehe.

Eldingens Bürgermeister Joachim Lübbe ist damit jedoch alles andere als einverstanden. „Ein Abstand von 500 Metern ist nicht viel. Das würde schon eine Belastung für die Anwohner darstellen.“ Der Gemeinderat hat deshalb in seiner jüngsten Sitzung gefordert, dass RVB und der Landkreis Celle weiter miteinander reden.

Kreis-Sprecher Tore Harmening sagt, die Verwaltung sei um eine Stellungnahme gebeten worden. Darin habe der Landkreis mitgeteilt, dass die Erweiterungen des Vorranggebiets Auswirkungen auf die Planungen des Kreises hätten. Außerdem habe man dargelegt, dass sich mit einem weiteren Windpark für Grebshorn „eine hohe Belastungssituation“ ergebe – immerhin stehen im benachbarten Schmarloh bereits Dutzende Anlagen. Harmening betont allerdings: „Neben der Abgabe einer Stellungnahme bestehen seitens des Landkreises Celle keine Möglichkeiten, Einfluss auf die Planungen zu nehmen.“ Und die Hoheit hat auf Gifhorner Gebiet der RVB. Ein regelmäßiger Austausch mit dem RVB finde jedoch statt, so Harmening.

Sollte der Bau von Windkraftanlagen östlich von Grebshorn Gestalt annehmen, behält sich die Gemeinde eine Klage vor. „Das wäre das letzte Mittel“, sagt Bürgermeister Lübbe.

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