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Eldingen Silvester ist Schluss im Bistro in Eldingen
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16:57 20.12.2013
Ende des Jahres schließt das Café-Bistro Elthinge an der Dorfstraße in Eldingen.  Quelle: Joachim Gries
Eldingen

Das Café-Bistro Elthinge im Sozioökonomischen Zentrum (SÖZ) in Eldingen schließt zum Jahresende. Pächterin Kathleen Kilias, die das Bistro seit März 2012 betreibt, hat das ihren Gästen und der Gemeinde Eldingen als Besitzerin des Gebäudes mitgeteilt. “Das ist nicht schön. Die Entscheidung hat uns überrascht“, kommentiert Eldingens Bürgermeister Joachim Lübbe Kilias‘ Entschluss. Er räumt ein, dass die Gremien seit ein paar Wochen von der Kündigung wissen. Man bemühe sich um einen Nachfolger.

“Betrieb war eigentlich immer”, so Lübbes Beobachtung. Auch im Sommer wären viele Fahrradfahrer im Bistro eingekehrt. Vielleicht habe sich Kilias etwas anderes vorgestellt. Er sei aber kein Gastwirt und könne es nicht beurteilen, sagt Lübbe. Er wisse aber, dass es im Gaststättengewerbe nicht so einfach sei. Und wer nicht im Eigentum sitze, müsse schon etwas bewegen.

Nach der Beobachtung von Elke Meier-Knoop sind die von Kilias ausgerichteten Großveranstaltungen nicht so gut gelaufen. „Sie hat sich Mühe gegeben“, sagt die Ratsfrau. Sie hofft jetzt, dass ein Nachmieter gefunden wird.

Die Vorstellungen der Betreiberin haben sich nicht erfüllt”, kommentiert Eldingens Gemeindedirektor Jörg Warncke den Rückzug von Kilias. Die Gemeinde sei von der Ankündigung überrascht worden. Es werde ein Nachfolger gesucht, entsprechende Gespräche würden laufen. Geklärt werden müsse, was mit dem Mobiliar passiere. “Schade ist es für den Ort Eldingen”, sagt Warncke.

Kilias will Gründe für ihren Rückzug nicht nennen. “Schreiben Sie, dass ich mich bei den Gästen bedanke und ihnen ein frohes Weihnachtsfest wünsche”, ist alles was sie offiziell sagen will.

Bevor Schluss ist, wird noch einmal richtig gefeiert. Geplant ist eine große Silvesterparty mit warm-kalten Fingerfood-Büffet, Getränken und Musik. Noch bis Sonntag können sich Gäste gegen Vorkasse im Bistro anmelden.

Dass es gleich im neuen Jahr im Bistro weitergeht, hält Warncke für unwahrscheinlich. Der Januar sei der schlechteste Monat für einen Start in der Gastronomie. „Eins ist klar, wir wollen das neu vermieten. Wir hoffen, dass wir einen vernünftigen Nachmieter bekommen“, sagt Lübbe. Die Lage des Bistros sei nicht so schlecht und natürlich wolle man Gastronomie im Ort haben. „Warum sollte man da nicht hingehen, wenn es gut ist“, gibt sich der Bürgermeister optimistisch. Aber jeder habe seinen Stil.

Lübbe sieht das Konzept des SÖZ nicht gefährdet. Die Arztpraxis laufe gut, mit Friseurmeisterin Nadine Köhler habe er gerade gesprochen, sie sei sehr zufrieden. Und auch die Zahnarztpraxis auf der anderen Straßenseite laufe gut. Das zusammen habe sich auf den Ort positiv ausgewirkt.

Joachim Gries

Von Joachim Gries