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Hohne Der Anfang eines Netzwerks in Hohne
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Der Anfang eines Netzwerks in Hohne
16:54 02.02.2014
Himmelfahrtskirche Hohne Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Hohne

Gut ein Drittel der Menschen über 60 Jahren in der Gemeinde haben mitgemacht. Sie beschäftigen laut Wolfgang Tautz im Kern zwei Grundfragen: Wie kann ich möglichst lange zuhause Leben und bekomme dafür auch Hilfe von außen? Und wie kommt ein wenig Abwechselung in den Alltag? „Hilfe können zum Beispiel kleine Arbeiten rund um das Haus, die Fahrt zum Arzt oder auch die Unterstützung im Garten sein”, erläuterte Tautz die Angaben aus den Umfragebögen. Er stellte allerdings klar, dass die Mitglieder der Zukunftswerkstatt nicht überwiegend den Part der Hilfeleistungen übernehmen wollten, sondern vielmehr an ein Netzwerk denken, in dem einige etwas anbieten und andere eventuell gegen ein kleines Entgelt eine Leistung anbieten. Das würde die Zukunftswerkstatt managen. „Dabei geht es aber nicht um Konkurrenz zu Handwerksbetrieb, sondern eher so Dinge wie mal Gardinen aufhängen, Dachrinnen saubermachen, Rasenmähen oder eine lose Steckdose wieder anschrauben”, stellte Tautz dar. Abseits des Alltags gab es Wünsche nach „Fahrten in Blaue” und kulturellen Veranstaltungen.

Die Reaktionen des Publikum – rund 50 Besucher waren gekommen – und die anschließende Diskussion zeigten das Interesse an dieser Zukunftswerkstatt und einer konkreten Umsetzung von Projekten.

„Ich finde es gut, dass so eine Umfrage gemacht wurde”, sagt Inge Dickmann aus Hohne. Die 80-Jährige hat auch teilgenommen. Auf Hilfe von außen ist sie zwar noch nicht angewiesen, weil ihr Sohn um die Ecke wohnt und die Nachbarschaft gut ist. Sie würde sich aber „mehr Seniorennachmittage mit Spielen oder auch Vorträgen” wünschen.

Uwe Schulz, 54, aus Helmerkamp will auch bei einem solchen Netzwerk mitmachen und kleinere Arbeiten und Fahrdienste anbieten. „Das Leben ist nicht nur Nehmen, sondern auch Geben”, sagt er. Auch Schulz findet ein solches Netzwerk wichtig, denn „wir werden alle älter”.

Eine interessante Idee brachte die Leiterin der Oberschule, Martina Backhaus, zu dem Netzwerk ein: „Wir haben den Ganztagsbetrieb und warum soll man nicht Schüler aus den 9. und 10. Klassen, die sich engagieren, einbinden. Denkbar ist zum Beispiel, dass Schüler Senioren am Computer schulen”, so Backhaus.

Diese Idee muss zunächst darauf geprüft werden, ob es versicherungstechnisch möglich ist. Christiane Philipps-Bauland vom Regionalmanagement Lachte-Lutter-Lüß, die die Zukunftswerkstatt begleitet, meinte aber, dass es gehen würden, weil Ehrenamtliche bei ihrer Tätigkeit über einen Rahmenvertrag des Landes abgesichert seien.

Während diskutiert wurde, ging bereits eine Namensliste herum, so dass der Anfang des Netzwerkes in Hohne wohl gemacht ist. An dem Nachmittag wurde zudem deutlich, dass einige Angebote noch einmal bekannter gemacht werden müssen. So wünschte sich eine Besucherin Gymnastik für Senioren. Das aber gibt es im örtlichen Sportverein bereits.

Tore Harmening

Von Tore Harmening