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Hohne Exotische Rinderart grast auf Ostkreis-Weide
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Exotische Rinderart grast auf Ostkreis-Weide
17:18 17.08.2010
Harry Hulitschke züchtet gemeinsam mit seiner Frau Zebus in Helmerkamp. Die exotische Rinderrasse mit dem ausgeprägten Buckel ist sehr robust und hat ihren Ursprung im fernen Osten. Quelle: Joachim Gries
Helmerkamp

Dass die Tiere in unseren Breitengeraden eher seltener vorkommen, liegt daran, dass Zebus zu den extensiven Rassen zählen. „Die Tiere können nicht früh geschlachtet werden und haben nicht viel Fleisch“, erläutert Hulitschke. „Wer Gewinn machen will, ist hier falsch.“ 1995 entschloss sich das Ehepaar, Zebus zu züchten – bisher haben die beiden es nicht bereut. „Allein ohne die bislang entstandenen Kosten hätten wir jedes Jahr zweimal in den Urlaub fahren können“, schmunzelt Zebus-Züchter Hulitschke. „Anfangs haben wir bei Problemen noch den Zoo Hannover kontaktiert“, erinnert sich seine Frau. Damals hätten sie dort ebenfalls Zebus gehabt, die Tiere aber irgendwann aufgegeben.

Das Ehepaar nutzt die Rinder für den Eigenbedarf, will den Bestand aber in Zukunft herunter fahren. „Wir sind schließlich berufstätig“, begründen beide ihre Überlegungen. Bereits gegen halb sechs müssen die Zebus derzeit das erste Mal gefüttert werden, da aufgrund der Hitzwelle das Gras nicht nachgewachsen ist. „Ansonsten sind die Rinder aber sehr genügsam“, sagt Hulitschke. Gleichzeitig seien es aber auch scheue Wildtiere, die bei Kontakt mit fremden Menschen schnell das Weite suchen würden.

Von Christian Uthoff