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Hohne Filmteam zeigt Texas in der Heide
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Filmteam zeigt Texas in der Heide
10:51 29.05.2015
Von Karin Dröse
Das Charlie-Film-Team Lachendorf Bernd Sukop, - Peter Forchtler, Andreas Kunze, - Heinrich Westermeyer (von links) am Drehort. Quelle: Karin Dröse
Hohne

Andreas Kunze, Bernd Sukop, Peter Forchtler und Heinrich Westermeyer treffen sich am Ortsrand Hohnes. „Der Platz“ heißt das ehemalige Dea-Betriebsgelände noch heute im Ort. Wo einst Firmengebäude und Gasverarbeitung angesiedelt waren, wächst heute Gras. Ein Storch sucht dort morgens nach Futter. Das Filmteam hält die Szene fest, denn sie gehört zum Bild des heutigen Hohne. Mit seiner Kamera zeichnet Bernd Sukop die Strecke nach, wo einst Erdgas unterirdisch zur Papierfabrik nach Lachendorf geleitet wurde. Wiesen, das Ortsschild, eine Fahne, der Schützenumzug — das alles gehört zum Dorf in der Südheide. Einige Häuser am Ortseingang Hohne werden Herrenhausen genannt. „Dort wohnte einst die Führungsriege der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft in Hohne. Schräg gegenüber zeugt noch heute eine Wohnsiedlung für die DEA-Beschäftigten von der Geschichte des Ortes. Spuren der Öl- und Gasförderung finden sich hier kaum noch. Nur wer weiß, wo die Ölleitungen verliefen, kann sie im Film nachverfolgen. Sichtbare Zeichen gibt es an einer Kreuzung zweier grüner Planstraßen, von denen eine nach Spechtshorn führt. Dort haben ehemalige Dea-Beschäftigte einen Findling mit Schautafel aufgestellt. Er zeigt, dass dort die erste Bohrung, die als „Hohne 1“ in die Geschichte des Ortes einging, stattfand. Vom 27. September 1950 bis 15. Januar 1951 wurde 1782 Meter tief gebohrt. Bis 1998 wurde dort Öl gefördert. Während ein Reh im Getreidefeld prüft, ob von der morgendlichen Besuchergruppe eine Gefahr ausgeht, deutet Andreas Kunze auf Windränder im Hintergrund: „Wir zeigen den Wandel bei der Energiegewinnung“, sagt er. Vom Reichtum, den das Erdöl mit sich brachte, zeugen beispielsweise das Waldbad Hohne oder das ehemalige Kasino, das heute eine Gaststätte ist.

„Der Goldrausch ist vorbei, die Pumpen, die Pferdeköpfe oder Nickermänner genannt wurden, sind demontiert“, so steht es in Kunzes kleinem Drehbuch.

Zeugen der Erdölförderung sind in Spechtshorn trotzdem erhalten geblieben. Denn ehemalige Beschäftigte der DEA Erdölwerke Hohne haben eine Pumpe mitten im Dorf Spechtshorn aufgestellt. Auf Knopfdruck nickt der grüne Metallriese, zu pumpen gibt es allerdings nichts. Auch dort dreht das Team eine kurze Szene.

Zu sehen sein wird der Dea-Film des Charlie-Film-Teams im Internet auf der Seite der Samtgemeinde Lachendorf. Seit 2007 drehen die Hobbyfilmer verschiedene Ereignisse in der Samtgemeinde. Wer Interesse am Filmen hat, kann sich bei Vorsitzenden Heinrich Westermeyer, ☏ (05145) 1029 informieren. „Neue sind willkommen“, versichert er. www.lachendorf.de (dr)