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Hohne Für Erweiterung einer Photovoltaikanlage in Hohne: Eichen ohne Erlaubnis gefällt
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Für Erweiterung einer Photovoltaikanlage in Hohne: Eichen ohne Erlaubnis gefällt
15:24 16.03.2018
Von Christopher Menge
Die SPD-Politiker Hartmut Hentschel (links) und Erhard Thölke sind über die Fällung schockiert. Sie fordern, dass die Eichen im Rohrbruch in Hohne ersetzt werden. Die Erweiterung der Photovoltaikanlage soll gestoppt werden. Quelle: David Borghoff
Hohne

"Die Fällaktion ist an uns vorbeigelaufen", sagt Lachendorfs Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke auf CZ-Nachfrage. Ein Ingenieur aus dem Rathaus habe zuvor festgestellt, dass es keinen Grund gebe, die Bäume zu beseitigen. "Wenn hätte das der Rat entscheiden müssen", so Warncke.

Und nicht nur das: Auch der Landkreis wusste von nichts. "Angeordnet wurde die Baumfällaktion durch die Gemeinde Hohne. Diese hätte sich allerdings mit dem Landkreis ins Benehmen setzen müssen. Das ist nicht erfolgt", sagt Landkreis-Sprecher Tore Harmening.

Jörn Künzle, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Hohne (WGH), weiß, dass sein Fraktionskollege Norbert Vieweg vor einigen Wochen in der oben genannten Ratssitzung nach der Entfernung der vier Eichen auf der Nordseite gefragt hatte, da diese Schatten auf das geplante Solarfeld werfen. "Weshalb die Entfernung der Bäume dann aber ohne Ratsbeschluss und ohne behördliche Genehmigung erfolgte, und wer den Auftrag dazu gegeben hat, zudem auch noch die sieben Bäume am südlichen Straßenrand zu fällen, das entzieht sich bis heute unserer Kenntnis", sagt Künzle.

Es war die Bürgermeisterin Christa Harms (CDU). "Ich habe da eigenmächtig und blauäugig gehandelt – das war ein unbedachter Schnellschuss", sagt sie. Hintergrund sei der Antrag der Klein Holding auf Erweiterung der Photovoltaikanlage gewesen. "Wegen des Schattenwurfes mussten die Bäume weg", sagt Harms. Da das Fällen von Bäumen nur bis Ende Februar erlaubt ist, habe sie unter Druck gestanden. "Ich habe mich dafür beim Rat entschuldigt, es sollen an anderer Stelle elf neue Bäume gepflanzt werden", sagt Harms.

Den Eilantrag der SPD-Fraktion bezeichnet die Bürgermeisterin als "widerwärtig". "Das ist ein schlechter politischer Stil", sagt Harms. "Eine Zusammenarbeit mit der SPD ist so nicht mehr möglich." Ihr Vorgänger Erhard Thölke (SPD) wehrt sich aber dagegen, das Handeln als Nachtreten zu interpretieren. "Neue Mehrheiten können neue Wege gehen, aber der Rat darf nicht übergangen werden", betont Thölke.

Die WGH fordert eine vorbehaltlose Aufklärung in der nächsten Ratssitzung am 5. April. Zudem wird sich die Kommunalaufsicht mit dem Hohner Fall beschäftigen.

Der Bass dröhnt laut aus den drei Meter hohen Boxen neben der Bühne. Der Boden vibriert, während die Band alles gibt. Etwa 150 Zuschauer haben ihren Weg in das überschaubare Hohne gefunden, um auf dem ersten Helmerkamp-Winter-Festival abzugehen.

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