Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hohne Grundstück für Hohner Projekt dringend gesucht
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Grundstück für Hohner Projekt dringend gesucht
18:08 09.06.2017
Hohne

Anhand einer Grafik erläuterte der Planer das Problem. Das in Aussicht gestellte Grundstück ist bedroht durch Wasser aus der nahe gelegenen Wiehe, deren Wasser über einen Düker zu der Wiese geleitet wird. „Wir müssten ein Ausweichbecken bauen“, sagte Köhler. Dafür müsste allerdings ein weiteres Grundstück erworben werden, auf welches dann das Wiehe-Wasser bei einer Überschwemmung geleitet werden würde – eine aufwändige und kostspielige Lösung. „Das Grundstück ist verbrannt“, stellte Köhler fest. „Da steht uns immer das Wasser im Nacken.“ Eine Alternative müsse her, denn: „Wir wollen das Projekt nicht einstampfen, sondern weitermachen.“

Köhler präsentierte den Ratsmitgliedern sowie den etwa 30 Besuchern gleich mehrere mögliche Standorte für das Wohnprojekt. An der Straße Meßtor könnte der Gebäudekomplex in ähnlicher Form realisiert werden, allerdings würde das Bürgerhaus etwas abseits stehen. Auch am Alten Hohen Feld gäbe es Platz für die Wohnanlage. „Dort hätten wir Erweiterungsmöglichkeiten, aber das Grundstück liegt in einer Senke“, beschrieb Köhler. Der Vorschlag erntete von einigen Zuschauern Kritik, die Lage sei nicht zentral genug.

Auch das ehemalige Dea-Gelände ist laut Köhler eine Option. „Das Gelände ist für das Projekt alleine viel zu groß, aber dort hätte die Gemeinde viele Möglichkeiten“, pries Köhler den Standort an. „Es könnte ein Dorfkern entstehen, hier steht uns keiner im Wege.“ Köhler fasste auch das Gelände des Waldbads ins Auge, was viele der Besucher verblüffte. Allerdings könnte dort der nötige Schallschutz ein Hindernis sein, sagte Köhler. „Die Möglichkeiten, die der Ort hat, sind so vielfältig, dass man alle mal ins Auge fassen sollte“, schloss der Architekt seine Ausführung.

„Träume sind genug da, aber die Finanzierung ist schwierig“, sprach Bürgermeisterin Christa Harms einen heiklen Punkt an. Den Kostenrahmen für das Projekt hatte Köhler bei 1,8 bis 2,2 Millionen Euro angesetzt – viel Geld für die finanzschwache Gemeinde und nur durch Fördermittel zu stemmen.

Ratsherr Jörn Künzle (WGH) kritisierte, dass nur über ein Neubauprojekt gesprochen werde: „Wir müssen in mehrere Richtungen planen und zum Beispiel leerstehende Gebäude ins Auge fassen.“ Diesen Auftrag gab der Rat dem Architekten mit auf den weiteren Planungsweg.

Von Amelie Thiemann