Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Hohne Hohner Solarpark wird gebaut
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Hohner Solarpark wird gebaut
17:42 07.02.2012
Hohne

Die Nachnutzung des Röpe-Geländes in Hohne ist perfekt. Im Januar unterzeichneten Christian Cramm als Nachbar sowie die Gemeinde Hohne die Kaufverträge mit dem Insolvenzverwalter. Während Cramm den 20.000 Quadratmeter großen nördlichen Bereich des früheren Betonwerks einschließlich der Hallen und des Wohn- und Bürogebäudes an der Straße „Hoher Weg“ übernimmt und nach hier seinen Betrieb ausweiten will, hat sich die Gemeinde den rund 30.000 Quadratmeter großen südlichen Bereich gesichert. Auf dieser Fläche soll ein Photovoltaik-Park entstehen.

Ein Investor für das Projekt ist bereits gefunden, an ihn verkauft die Gemeinde das Gelände weiter. Die energy4ever aus Paderborn will hier eine Photovoltaik-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 1600 Kilowatt errichten, damit könnten 360 Haushalte mit Strom versorgt werden. Und nach der Idee der SPD-Mehrheitsfraktion soll sich auch die Bevölkerung an dem Projekt beteiligen können. Mit einer Einlage ab 2000 Euro würde jeder Kommanditist auch von der Rendite profitieren, die bei sechs Prozent liegen soll.

Die Gemeinde Hohne soll sich nach den Vorstellungen der SPD mit 20.000 Euro an der Anlage beteiligen, vorausgesetzt die Kommunalaufsicht beim Landkreis Celle stimmt zu. Eine entsprechende Summe soll nach der Vorstellung der Sozialdemokraten mit Sperrvermerk in den Haushalt 2012 aufgenommen werden. So beschloss es die Fraktion am vergangenen Donnerstag. Die SPD will das Engagement der Gemeinde als Signal an die Bürger in der Region verstanden wissen, sich ebenfalls zu beteiligen. „Vom Öl- zum Ökodorf“, beschreibt Bürgermeister Erhard Thölke die Entwicklung.

Bis Ende März will die Gemeinde klären, ob auf der Fläche überhaupt eine Photovoltaik-Anlage gebaut werden darf. Thölke ist aber zuversichtlich, dass es grünes Licht gibt. Bis zum Frühsommer sollen dann der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde und der Bebauungsplan der Gemeinde geändert sein. Mit dem Bebauungsplan soll auch die Fläche östlich des Photovoltaik-Parks bsi an die Straße „Rohrbruch“ überplant werden. Auf diesem Bereich – etwa 10.500 Quadratmeter - sollen sich künftig Gewerbebetriebe ansiedeln.

Von Joachim Gries