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Hohne Kommt jetzt die Förderung für den Schnellbus?
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Kommt jetzt die Förderung für den Schnellbus?
17:34 26.08.2010
Hohne

Vor zwei Jahren erhielt das Busunternehmen Bischof Brauner GBR (BBG) mit Sitz in Wesendorf von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) eine Konzession zur Bedienung der Strecke Wahrenholz-Celle. Seit einem Jahr fährt der Schnellbus zwischen Wahrenholz und Celle, doch die Verbindung führt eher ein Schattendasein.

Der Grund: Es gibt ein Bedienverbot für die Haltestellen in Lachendorf, deshalb bewirbt BBG die Buslinie auch nicht. Oft sitzt der Fahrer allein im VW-Bus. „Bisher sind die Fahrgastzahlen nicht ausreichend“, bestätigt Firmenchefin Edith Bischof. Sie sei mit dem Ziel angetreten, wieder ein Stück öffentlichen Personennahverkehr herzustellen. Traditionell sei der Bereich Wahrenholz, Wesendorf, Steinhorst nach Celle ausgerichtet.

Die Umstellung des CeBus-Fahrplans im März 2008 hatte Hohnes Bürgermeister Erhard Thölke bewogen, sich an das Unternehmen in Wesendorf zu wenden. „Der Konzessionsträger CeBus fährt an 180 Tagen im Jahr nicht von Hohne in den Kernort Lachendorf“, erinnert Thölke. Das betreffe die Ferienzeit. Zudem würden Fahrten von Hohne über Wienhausen nach Celle über eine Stunde dauern. Diese Missstände seien für Hohne Einwohner nicht tragbar.

Während die BBG die Ein- und Ausstiegsverbot für den Abschnitt Wahrenholz-Ummern nach einem Widerspruch akzeptierte, hat der BBG-Widerspruch gegen das Bedienverbot in Lachendorf Bestand. Im Klartext: Steht dort ein Fahrgast, nimmt der Bus ihn mit. Das Bedienungsverbot war bisher auch Grund, dass der Landkreis Celle den Zuschuss für einen Modellversuch versagte. Mit 55000 Euro hatte die BBG die maximalen Kosten für einen neunmonatigen Probebetrieb beziffert. Im März 2009 stellte die Samtgemeinde Lachendorf beim Landkreis einen Antrag auf Förderung des Modellversuchs über drei Jahre.

Der Celler Kreisausschuss hatte im Juni 2009 mit einem Grundsatzbeschluss den Modellversuch befürwortet. Einen Defizitausgleich aus Regionalisierungsmitteln sollte es erst geben, wenn der Knackpunkt Bedienungsverbot gelöst ist.

Das könnte bald geschehen: Die LNVG kündigte jetzt an, die Bedienungsverbote in Kürze aufzuheben. Sie sieht keine Anhaltspunkte für einen ruinösen Wettbewerb, den CeBus gegen den Widerspruch der BBG ins Feld geführt hatte

Von Joachim Gries