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Hohne Protest gegen neue Leuchten
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Protest gegen neue Leuchten
17:39 08.06.2011
Hohne

Derzeit werde mit einem Verwaltungsjuristen der genaue Text des Bürgerbegehrens abgestimmt, kommende Woche soll der Verwaltung im Lachendorfer Rathaus ein „Antrag auf Prüfung der Zulässigkeit und Einhaltung der Formalien des Bürgerbegehrens“ übergeben werden.

Sieht die alle Voraussetzungen erfüllt, sollen in Hohne Unterschriften der Anlieger gesammelt werden. 130 sind nach Künzles Angaben notwendig, dann könnte ein Bürgerbescheid eingeleitet werden. Neben Künzle machen sich auch Otto Scholz und Norbert Vieweg dafür stark, dass in Hohne die sogenannten Dorferneuerungsleuchten erhalten bleiben.

Der Rat der Gemeinde hatte kürzlich beschlossen, in den Straßen „Hinter dem Dorf“ und „Am Schwimmbad“ mit der Erneuerung der Straßenbeleuchtung zu beginnen. Eine entsprechende von der Verwaltung erarbeitete Prioritätenliste hatte der Rat angenommen. Nach Angaben von Gemeindedirektor Jörg Warncke soll es für die Anlieger der beiden Straßen noch vor der Sommerpause eine Versammlung geben, in der über die Kosten und die finanziellen Belastungen für die Grundstückseigentümer informiert wird.

In zehn weiteren Straßen in Hohne sollen bis 2015 Leuchten mit Quecksilber-Hochdrucklampen ersetzt werden, sie sind ab diesem Jahr nicht mehr zulässig. Nach derzeitigen Kosten sind hierfür insgesamt 188.600 Euro veranschlagt, von denen die Anlieger gut 86.000 Euro zahlen müssen. Für die „Dorferneuerungsleuchten“, die in den Straßen Am Knickbusch, Am Schwimmbad, Celler Straße, Dorfstraße, Hinter dem Dorf, Müdener Straße und Schulweg stehen, gibt es nach Angaben der Verwaltung keine Umrüstsätze. Deshalb seien neue Leuchten notwendig. „Es gibt günstigere Lösungen“, sagt Künzle. Die sollen im Bürgerbegehren auch vorgestellt werden. Vorgeschlagen wird, dass die Gemeinde genügend Ersatzlampen beschafft und einlagert. Damit könnte ein störungsfreier Betrieb der Straßenbeleuchtung bis 2020 gewährleistet werden.

Das Bürgerbegehren sieht Künzle sportlich: „Wenn wir nicht gewinnen, gewinnt die Demokratie“, sagt der FDP-Ratsherr im Hohner Rat. (jg)

Von Joachim Gries