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Hohne Schmarloh hat Platz für neue Windräder
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Schmarloh hat Platz für neue Windräder
18:05 10.02.2014
Hohne

Wenn nichts dazwischen kommt, könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau weiterer Windkraftanlagen im Schmarloh nördlich der Gemeinde Hohne begonnen werden. Dort drehen sich derzeit 19 Windgeneratoren, nach dem derzeitigen Planungsstand könnten noch einmal sieben bis acht dazu kommen, vier nördlich des bestehenden Windparks, drei bis vier östlich davon. Die Teilflächen, auf denen sich die neuen Windräder drehen werden, waren bereits seit Beginn vor zwölf Jahren Gegenstand der Planung. Sie waren aber im März 2003 nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke nicht genehmigt worden, weil wegen fehlender Untersuchungen keine abschließenden Aussagen über Flora und Fauna getroffen werden konnten.

Diese Gutachten liegen jetzt vor. „Aus unserer Sicht sind die Bedenken ausgeräumt“, sagt Warncke. Die Planungsunterlagen lagen auch bereits öffentlich aus. Weil die Biogasanlage bei Spechtshorn in den Plänen nicht richtig dargestellt war, steht eine erneute Auslegung an, sie soll in Kürze beschlossen werden. Sollte es keine neuen Bedenken geben, der Rat der Samtgemeinde nach den Osterferien den Feststellungsbeschluss fassen und der Landkreis die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigen, wäre der Weg frei für den Investor, die Baugenehmigungen für die Anlagen zu beantragen und zügig mit dem Bau zu beginnen.

Dass die Anlagen nach den jüngsten Änderungen des Bundeskabinetts zur Energiewende nicht verwirklicht werden, hält der Lachendorfer Verwaltungschef für unwahrscheinlich. In windreichen Jahren würde eine Anlage im Schmarloh pro Jahr bis zu vier Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, „das ist nicht wenig“.

Die Zahl der neuen Anlagen im erweiterten Windpark bezieht sich nach Warnckes Angaben auf Windgeneratoren mit einer Gesamthöhe von 200 Metern. Die hätten zwar nur eine Nennleistung von 2,5 Megawatt, seien aber bei der „Windernte“ erfolgreicher als niedrigere Anlagen mit einer höheren Leistung. Bei kleineren Anlagentypen könnte auf gleicher Fläche eine größere Anzahl gebaut werden.

Warncke unterstreicht, dass die jetzige Änderung des Flächennutzungsplans nur Bereiche betrifft, die zur ursprünglichen Schmarloh-Planung gehörten. Der Samtgemeinderat hatte es abgelehnt, durch eine erneute Änderung Vorrangflächen für Windkraft etwa im Bereich Ahnsbeck oder Eldingen auszuweisen. „Dann hätten wir den gesamten F-Plan ändern müssen“, sagt der Samtgemeindebürgermeister. Ob die regionale Raumordnung, die der Landkreis zurzeit vorantreibt, dem Lachendorfer Raum weitere Windkraftflächen beschert, weiß er nicht. „Dazu kann ich überhaupt nichts sagen“, meint der Verwaltungschef.

Von Joachim Gries