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Hohne Unterstützung für Förderverein: Hohne nimmt 500-Euro-Frosch
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Unterstützung für Förderverein: Hohne nimmt 500-Euro-Frosch
18:09 25.11.2014
Mit „Fröschen“ wollen Fördervereins-Vereinsvorsitzender – und Bürgermeister –  Erhard Thölke und Geschäftsführerin Brigitte Szeppek die finanzielle Situation des Waldbads Hohne/Spechtshorn verbessern. Quelle: Alex Sorokin
Hohne

Erhard Thölke aus Hohne ist Vorsitzender des Fördervereins Waldbad Hohne/Spechtshorn. Er hat einen Brief geschrieben, in dem er Interessierte für eine neue Idee gewinnen möchte: Sie sollen Frosch im Waldbad Hohne/Spechtshorn werden. Frosch im symbolischen Sinn, denn für jeden Sponsor, der das Waldbad jährlich mit mindestens 250 Euro fördert, soll ein mit einem Namen versehener Frosch in einem Sponsorenpool schwimmen. „Sie helfen auf diesem Weg, dass unser Verein und seine vielen Helfer auch zukünftig neue und sinnvolle Projekte für unser herrliches Waldbad in Angriff nehmen kann“, heißt es in dem Brief.

Einen Brief hat Thölke auch dem Bürgermeister der Gemeinde Hohne geschickt. Der heißt – Erhard Thölke. Und der hat die neue Idee mitgenommen in den Rat der Gemeinde, denn allein kann er darüber nicht befinden. Am Montagabend befasste sich das Gremium mit dem Thema. „Thölke ist befangen“, stellte Verwaltungschef Jörg Warncke fest. Was zur Folge hatte, dass Thölke nicht zur Sache reden durfte und auch den Vorsitz abgeben musste. Birgit Szeppek übernahm, sie ist stellvertretende Bürgermeisterin. „Ich sitze hier mit meiner Befangenheit“, sagte Thölke und lachte.

Viel zu erläutern gab es nicht, dem Rat war klar, worum es ging. „Ich schlage 500 Euro vor“, sagte Hartmut Hentschel (SPD) und eröffnete damit die kurze Diskussion. „Das halte ich doch für sehr wenig“, meinte Jörn Künzle (FDP). Eine höhere Summe nannte er nicht, „darüber müssen wir diskutieren“, sagte er. Auch der Gemeindedirektor meldete sich zu Wort. 500 Euro halte er für realistisch, meinte er und verwies auf die anderen Vereine in Hohne. „Das ist ein angemessener Betrag“, sagte Warncke. Künzle hakte noch einmal nach und stellte fest, dass der Förderverein doch ein etwas anderer Verein sei, nämlich gesellschaftstragend.

Für 500 Euro sprach sich auch Karl-Heinz Kuhls (CDU) aus und der Rat folgte bei der Abstimmung dieser Vorgabe. Thölke übernahm wieder den Vorsitz, bedankte sich und sprach ebenfalls von einer angemessenen Summe. Und ging dann doch noch kurz auf die finanzielle Seite des Waldbads ein. Drei witterungsbedingt schlechte Jahre habe die Einrichtung hinter sich. Das Ziel, den Betrieb des Bads aus dem Zuschuss der Kommune und den Eintrittsgeldern zu finanzieren, gehe im Moment nicht auf. Deswegen müsse nach Wegen gesucht werden, das wieder zu ermöglichen. Ausdrücklich betonte Thölke, dass das Waldbad gute Freunde bei der Schmarloh-Stiftung gefunden habe. Die von den Grundeigentümern im Windparkgebiet gespeiste Stiftung hatte die Sanierung des Bads mit namhaften Beträgen unterstützt.

Thölke kündigte an, bei der Samtgemeinde einen Antrag zur Erhöhung des Zuschusses zu stellen. Er verwies auf die gestiegenen Energiekosten. Eine gute Nachricht hatte er für alle Badegäste parat: Eine Erhöhung der Eintrittspreise werde es 2015 nicht geben.

Von Joachim Gries