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Hohne Zukunft von Helmerkämper Open Air ungewiss
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Zukunft von Helmerkämper Open Air ungewiss
17:13 17.06.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Helmerkamp

Zum ersten Mal mussten die Besucher Eintritt bezahlen. An der Tageskasse jeweils 12 Euro für ein Tagesticket und 19 Euro für ein Kombiticket. „Es ging nicht anders“, sagt Volker Schwarz, 1. Vorsitzender des Vereins Helmerkamper Open Air. „Davor hat jeder aus unserem dreiköpfigen Vorstand immer einen vierstelligen Betrag aus eigener Tasche drauflegen müssen.“

Zu den erstmals erhobenen Ticketpreisen kam die Konkurrenz mit der Fußball-Weltmeisterschaft. Und zu alledem hatte auch einer der Hauptbands, die Pussy Sissters, kurz vorher ihr Kommen absagen müssen. „Der Drummer musste arbeiten“, erklärt Schwarz.

Kurzerhand wurde eine neue Band organisiert. Die dänische Rock-Gruppe The Royal Airforce sollte die Pussy Sissters ersetzen. Doch auch daraus wurde nichts. „Die haben auf der Autobahn einen Motorschaden erlitten“, sagt Schwarz. Eine Zugfahrt hätte neun Stunden gedauert. Ein Mietwagen war zu teuer. Also mussten die Organisatoren Ersatz für den Ersatz besorgen. „Zum Glück kennen wir genug Bands“, erklärt Schwarz. So kam es, dass statt der Dänenrocker die Indie-Rock-Band "Lieber Herr Meier" aus Hannover ihre Chance bekam.

„Das war alles ein Mega-Zufall“, erzählt Sven Meer, Frontmann von "Lieber Herr Meier". Am Freitag hatte dem hauptberuflichen Marketingexperten noch ein Arbeitskollege vom Helmerkämper Open Air erzählt. Zuvor hatte Meer noch nie etwas von dem kleinen Festival gehört. „Mein Kollege war ganz begeistert davon.“ Wenige Stunden später rief Meer ein alter Bekannter an, der mittlerweile zu den Organisatoren des Helmerkämper Open Airs gehört. „Der hat gefragt, ob wir Bock haben, da heute noch zu spielen. Und so sind wir jetzt hier“, sagt Meer.

Die spontan eingesprungenen Indierocker zeigten eine gute Show. Auch wenn so mancher Besucher etwas irritiert gewesen sein dürfte, statt schnellem Dänenrock jetzt melodische Songs und anspruchsvolle deutsche Texte zu hören.

Dennoch zeigten sich die Festival-Gänger mit dem gebotenem Programm zufrieden und auch die neuen Eintrittspreise stießen auf Verständnis. "Bei anderen Festivals zahlt man viel mehr", sagt zum Beispiel Jens Meyer aus Wolfenbüttel. Auch Christine Klänhardt aus Celle findet die Preise "vollkommen in Ordnung." "Es ist ja klar, dass das alles irgendwie bezahlt werden muss."

Das Ehepaar Silvia und Olaf Bittner aus Eicklingen war bereits zum dritten Mal beim Helmerkämper Open Air und war erstmal von den Preisen überrascht. "Man hat ein bisschen geschluckt, weil es vorher umsomst war", sagt Olaf Bittner. "Aber uns gefällt es hier. Es ist klein, aber fein und wir werden auch im nächsten Jahr wieder kommen", ergänzt Silvia Bittner.

Wie es im nächsten Jahr mit dem Festival weitergeht, lässt sich allerdings noch nicht sagen. "Es hätten schon ein paar Besucher mehr sein können", meint Sven Knoop, Sprecher des Vereins Helmerkamper Open Air. "Jetzt müssen wir erst einmal gucken, alles zusammenzählen und dann ein abschließendes Fazit ziehen."

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