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Lachendorf Abwasserversorgungsverband Matheide investiert 2014 über 2,5 Millionen Euro
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Abwasserversorgungsverband Matheide investiert 2014 über 2,5 Millionen Euro
17:17 26.12.2013
Der Abwasserversorgungsverband Matheide investiert 2014 über 2,5 Millionen Euro. Quelle: Karin Dröse
Gockenholz

Das sieht der Wirtschaftsplan vor, den die Gesellschafterversammlung in ihrer Sitzung am vergangenen Freitag einstimmig beschlossen hat. „Damit geben wir mehr Geld aus als in durchschnittlichen Jahren. Sonst sind es immer um die zwei Millionen Euro“, sagte AVM-Geschäftsführer Fritz Kiemann nach der Sitzung.

490.000 Euro sind für die Erschließung von Baugebieten vorgesehen. So sollen 2014 in Lachendorf der dritte Bauabschnitt des Baugebiets Sandbruche sowie das Baugebiet Alter Postweg, in Stedden das Baugebiet Alter Kirchweg und in Eicklingen die Erweiterung des Schmolkamp erschlossen werden. In die Kanalsanierung sollen 610.000 Euro fließen, hier stehen vor allem in Unterlüß Arbeiten an. Für Pumpwerke und Leitungen sind im kommenden Jahr Ausgaben in Höhe von 282.000 Euro eingeplant, in die Kläranlagen werden 1,159 Millionen Euro investiert.

Einige Arbeiten, die für 2013 vorgesehen waren, mussten verschoben werden, weil geplatzte Druckrohrleitungen bei Bröckel und Wietze sowie die ausgefallenen Förderschnecken im Klärwerk Eschede ersetzt werden mussten. 2014 sollen in Eschede ein neuer Sandfang gebaut und im Klärwerk Winsen die mechanische Vorreinigung erneuert werden. Kiemann geht davon aus, dass auch das Contidrom bei Jeversen an die Entsorgung des AVM angeschlossen wird. Da das Abwasser in der Nachbarkommune anfällt, muss die Samtgemeinde Schwarmstedt noch einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen. Im Frühjahr könnten dann das Pumpwerk sowie die Leitung nach Jeversen gebaut werden.

Nicht abgeschlossen wurde bisher die Erneuerung der Heizung im Klärwerk Faßberg. Es gab Lieferschwierigkeiten beim Wärmetauscher. Der ist jetzt da, kann aber nur eingebaut werden, wenn die Außentemperaturen hoch genug sind. Die Betriebsgebäude in Faßberg sollen mit der Wärme des Abwassers beheizt werden.

Die Gebühren können nach Kiemanns Worten auch in den kommenden beiden Jahren stabil gehalten werden. „Es sei denn, es gibt Änderungen beim Klärschlamm“, sagte der Geschäftsführer. Über eine Umstellung auf die Verbrennung werde schon lange diskutiert. Noch kann der Klärschlamm in der Landwirtschaft ausgebracht werden. Die Landwirte decken damit nach Kiemanns Worten ihren Phosphorbedarf. Es gäbe Überlegungen, dem Klärschlamm den Phosphor zu entziehen, das sei aber ein aufwändiges Verfahren.

Von Joachim Gries