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Lachendorf Attraktives Lachendorf
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Attraktives Lachendorf
10:18 29.05.2015
Von Karin Dröse
    Jörg Warncke, Bürgermeister Samtgemeinde Lachendorf Quelle: Karin Dröse
Lachendorf

Rund die Hälfte der 12.400 Einwohner der Samtgemeinde Lachendorf leben im Kernort. Das hat gute Gründe, mein Jörg Warncke, der als Samtgemeindebürgermeister mit breiter Mehrheit wiedergewählt wurde und am 1. Juni seine neue Amtszeit antritt. In Lachendorf gibt es Schulen bis hin zum Gymnasium, Kindertagesstätten, ausreichend Krippenplätze, ein Gesundheitszentrum, Einkaufmöglichkeiten, ein reges Vereinsleben und eine waldreiche Umgebung, die zur Erholung einlädt. Dazu kommt die Papierfabrik mitten im Ort, die Arbeitsplätze bietet und an die Gemeinde Gewerbesteuer zahlt. Deshalb überrascht es den Verwaltungschef nicht, dass das Neubaugebiet Südhang fast erschöpft ist. Von 134 Baugrundstücken stehen noch knapp 20 zur Verfügung. 26 Grundstücke, die derzeit erschlossen werden, bietet ein privater Investor nahe am Gymnasium in Lachendorf an.

Ein Arbeitsschwerpunkt Warnckes ist die Neuausweisung von Bauflächen. Derzeit führt er diesbezüglich Verhandlungen mit Grundstückseigentümern. „Es gibt mehrere Optionen“, sagt Warncke. Auch in Beedenbostel soll ein Baugebiet ausgewiesen werden. Dort, ebenso wie in Ahnsbeck, sind die Einwohnerzahlen stabil. Hohne dagegen verzeichnet einen leichten Rückgang, und in Eldingen befasst sich ein Workshop mit der Frage, wie man mit Leerständen umgehen kann. Außerdem soll in Eldingen ein Konzept für den Ausbau von zwei Straßen entwickelt werden.

Im Lachendorfer Gewerbegebiet am Kreisel tut sich auch etwas: Ein Hohner Laborbetrieb möchte dort eine 5300 Quadratmeter große Fläche kaufen, umsiedeln und sich damit erweitern. Auch der Besitzer eines ortsansässigen Restaurants hat Interesse an einer Fläche und möchte Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. „Diese fehlen in Lachendorf, weil wir kein Fremdenverkehrsort sind“, so der Verwaltungschef.

Zwar ist für Warncke der 1. Juni ein ganz normaler Montag in seinem Büro. Zu tun gibt es trotzdem viel. Die Kindertagesstätten in der Samtgemeinde hat er im Blick. „Wir haben viel investiert und können fast 50 Prozent der Ein- und Zweijährigen einen Krippenplatz anbieten. Qualitätsverbesserungen sind an manchen Standorten nötig, erklärt er. So reichen die Räume der Kindertagesstätte Maulwurfshügel nicht aus. Die Kita in Hohne muss umgebaut werden. Der Ahnsbecker Kindergarten erhält 2016 eine integrative Gruppe. Für Krippengruppen, in denen dauerhaft mehr als elf Kinder betreut werden, soll eine dritte Erzieherin eingestellt werden.

„Für ältere Menschen muss die pflegerische Versorgung dauerhaft sichergestellt werden“, so Warncke. Dazu zählt auch die Senioren-Wohngemeinschaft, die seit Oktober in Betrieb ist. Nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses wird die Samtgemeinde gemeinsam mit den Gemeindebrandmeistern ein Konzept für Neubeschaffung von Fahrzeugen erarbeiten. (dr)