Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lachendorf Familienservicebüro soll kommen
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Familienservicebüro soll kommen
13:40 03.02.2012
Lachendorf

In der Samtgemeinde Lachendorf soll ein Familienservicebüro eingerichtet werden. Das hat der Sport-, Jugend-, Sozial- und Kulturausschuss der Samtgemeinde empfohlen. Einen entsprechenden Antrag hatte die CDU-Fraktion gestellt. In der Sitzung hatte Klaus-Peter Heuer vom Jugendamt des Landkreises Celle die Aufgaben eines Familienservicebüros umrissen und von Erfahrungen in derartigen Einrichtungen berichtet.

Die Verwaltung soll bis zum späten Frühjahr ein Konzept erarbeiten, das dann erneut im Fachausschuss und anschließend im Samtgemeindeausschuss und im Samtgemeinderat beraten werden soll. Das Konzept soll auch die Frage beantworten, wo das Büro eingerichtet werden soll.

„Vieles machen wir ja heute schon“, sagte Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke. Das Büro soll Eltern mit Kindern offen stehen, die Bedarf nach Beratung haben. Entweder soll das Büro selber Hilfestellung geben oder den Kontakt zu Fachleuten knüpfen. Im kommenden Kreisjugendhilfe-Ausschuss soll en Antrag auf Förderung des Familienservicebüros gestellt werden, sagte Warncke.

Wenn das Büro arbeitet, soll erneut über einen Antrag der UB-Fraktion beraten werden. Die UB hatte die Gründung des lokalen Bündnisses „Familienfreundliche Samtgemeinde Lachendorf“ und den Beitritt zum bundesweiten „Lokalen Bündnis für Familien“ beantragt. „Dafür habe ich kein Personal, das kann im Moment nicht verwirklicht werden“, sagte Warncke.

Der Ausschuss stellte 10.000 Euro in den Haushalt ein, um Tagesmütter in der Samtgemeinde Lachendorf zu stärken. Drei Frauen aus der Samtgemeinde, ausgebildete Tagespflegepersonen, hatte den Antrag gestellt, ihr Projekt „Kids Parkhaus“ zu unterstützen. Sie planen eine Großtagespflege für Kinder zwischen null und zehn Jahren. Mit dem Geld will die Kommune entsprechende Projekte kofinanzieren. „Das Angebot von Tagesmüttern mindert auch den Druck auf die Kommunen“, sagte Warncke mit Blick auf die Gesetzeslage, wonach zum 1. August 2013 Eltern einen Anspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind haben.

Im Finanzausschuss unterstrich Erwin Kriegel am Donnerstag, dass die 10.000 Euro, die in diesem Jahr im Haushalt in in den kommenden Jahren in der Finanzplanung stehen, lediglich eine Hausnummer seien. Es müssten Regeln erarbeitet werden, wie Tagesmütter gefördert werden sollen. „Sie nehmen uns auch etwas ab, was wir nicht liefern können“, sagte Kriegel mit Blick auf Krippenplätze, die die Kommune unter Umständen in nicht ausreichender Zahl zur Verfügung stellen kann.

Von Joachim Gries