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Lachendorf Gekrönte Häupter verlassen Lachendorfer "Westminster Abi"
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Gekrönte Häupter verlassen Lachendorfer "Westminster Abi"
17:53 16.06.2017
Maximilian Wiese (links, Schnitt: 1,3) und Lisanne Rüh (rechts, Schnitt: 1,6) zählen zu den besten Abiturienten. Schulleiter Hubertus Bühmann zeigte sich stolz auf den Jahrgang. Quelle: Amelie Thiemann
Lachendorf

"Sie lernten, mit Diamanten besetzter Krone dicke Bretter zu bohren", blickte Kleinfeld auf die Laufbahn der Abiturienten zurück. Auch wenn so manche Zahnkrone mit dem Bleistift gekämpft habe, meisterten die Schüler letztlich alle Hürden. "Sie haben sich die Krone verdient", lobte Kleinfeld. Gleichzeitig mahnte er die Abiturienten, Verantwortung zu übernehmen: "Mischen Sie sich ein, hinterfragen Sie, kämpfen Sie gegen Fehlentwicklungen." Seine Rede schloss er mit der Aufforderung: "Lasst Euch krönen, befreit die Kronkorken."

Bevor es soweit war und die Abiturienten ihre Krönungsurkunden entgegen nehmen konnten, ermutigte sie Schulleiter Hubertus Bühmann: "Nutzen Sie die vielen Chancen, die Sie jetzt haben." Der Schulabschluss öffne viele Türen und Tore. "Bleiben Sie gesund und werden Sie erfolgreich", sagte Bühmann und wies sogleich auf die künftige Familiengründung hin: "Vergessen Sie das nicht, denn unsere Schule soll auch in kommenden Generationen fortbestehen." Als Leitspruch gab der Schulleiter seinen Schützlingen Kants Wort mit auf den Weg: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

Die noch junge Schule entließ ihren siebten Abiturjahrgang. Die Frauen waren klar in der Überzahl: 41 Schülerinnen und 28 Schüler nahmen gestern ihre Zeugnisse entgegen. Zehn Abiturienten erreichten einen Notendurchschnitt von 2,0 und besser, der Gesamtnotenschnitt lag bei 2,69.

Das letzte Wort hatten vor der Zeugnisausgabe die Schüler. Jona Buchholz und John Brüne sprachen stellvertretend für den Jahrgang und blickten auf charmant-witzige Art auf die gemeinsame Schulzeit zurück. Schon in der siebten Klasse wähnten sich die Schüler damals auf der Zielgeraden, denn sie zogen vom Erd- ins Obergeschoss um. "Liegt dein Klassenraum oben, dann hast du's geschafft", nannte Buchholz als Devise. Der Ausblick war jedoch so überwältigend, dass die Schüler kaum dem Unterricht folgen konnten.

Bis zur Oberstufe waren es dann doch noch einige Jahre und vor allem Hürden. "Aber wir haben sie alle gemeistert", sagte Buchholz stolz. Was seinen Jahrgang so besonders mache? "Einheit. Alle ticken anders, aber wenn es darauf ankommt, sind wir füreinander da." Mit stehenden Ovationen dankten die Abiturienten den Rednern aus den eigenen Reihen. Krone ab!

Von Amelie Thiemann