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Lachendorf Im Mauerwerk der Lachendorfer Christuskirche beginnt Zeitreise
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Im Mauerwerk der Lachendorfer Christuskirche beginnt Zeitreise
18:02 11.05.2018
Von Carsten Richter
Quelle: David Borghoff
Lachendorf

Nach der Turmsanierung 2016 war nun das Mauerwerk rund um das Kirchenschiff an der Reihe. "Wenigstens wieder 100 Jahre soll das Gebäude halten", hofft Mader. Wenn dann mal wieder die Maurer am Werk sind, soll die Nachwelt wissen, was im Jahr 2018 die Kirchengemeinde beschäftigt hat. Deshalb hat Mader auch eigene Dokumente in die Kupferrolle gelegt. Mit Briefkopf, Absender und Adressat. "An den Finder beziehungsweise die Christusgemeinde", lautet die Anschrift.

Maders Wunsch: Wer die Kupferrolle später mal in den Händen hält, soll genauso staunen wie die heutigen Gemeindeglieder Anfang dieses Jahres. Zur Erinnerung: Im Februar hatte ein Maurer in einem Hohlraum der Fassade eine Flaschenpost mit mehr als 100 Jahre alten Dokumenten gefunden. Auf besonderes Interesse im Seniorenkreis war eine Liste der Gemeindeglieder von 1906 gestoßen. Ein Mitglied des Seniorenkreises hat daraufhin den Brief des damaligen Pastors, der in Sütterlin geschrieben war, in lateinische Buchstaben transkribiert. "Mit diesen, wie auch mit den anderen eingelegten Schriften, wenn sie einmal nach Gottes Walten sollten wieder ans Licht kommen und von Menschen gelesen werden, wollen wir vor Gott und den Nachkommen dann noch sowohl wie jetzt bezeugen, daß wir zu dieser Zeit diese Kirche hier gebaut haben (...)", heißt es darin.

Der Wunsch des damaligen Pastors hat sich erfüllt – seine Schrift wurde gefunden und gelesen. Mader wiederum erzählt in seinem Bericht, der neben der aktuellen Gemeindeliste und -ordnung auch einen Ausdruck der Transkription enthalten soll, über die Geschichte der Gemeinde seit den 1950er Jahren – und die momentanen Herausforderungen: "Die Gemeinde und die Gesellschaft ist überaltert, junge Menschen wandern ab, neue Gemeindeglieder kommen kaum hinzu", schreibt Mader. Erfreulich sei dagegen: "Die Gottesdienste werden sehr treu besucht. Der Posaunenchor übt wöchentlich und begleitet alle Gottesdienste zusammen mit drei ehrenamtlichen Orgelspielern."

Dass die Dokumente in ferner Zukunft eines Tages gefunden werden, davon ist Mader fest überzeugt. "Das Christentum spricht die Menschen noch immer an und wird es auch künftig tun", sagt der Pfarrer. Warum die damaligen Gemeindeglieder eine Flasche ins Mauerwerk eingebaut haben? Darüber kann Mader auch nur rätseln – vermutlich war es das einfachste Mittel. Das Kupferrohr, das nun eingemauert wird, ist deutlich robuster. Traditionell wird auch eine Zeitung beigelegt – die CZ-Ausgabe mit dem ersten Bericht über den spektakulären Fund. Dieser Artikel hatte dagegen keine Chance mehr – die Kupferrolle ist schon fest verschlossen.

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